{"id":258,"date":"2009-11-13T14:56:37","date_gmt":"2009-11-13T12:56:37","guid":{"rendered":"http:\/\/courtisane.de\/blog\/?p=258"},"modified":"2013-02-27T14:34:43","modified_gmt":"2013-02-27T12:34:43","slug":"escort-was-ist-das","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/courtisane.de\/blog\/?p=258","title":{"rendered":"Female Ejaculation and the G-Spot"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Female Ejaculation and the G-Spot&#8220; ist der Titel eines Buches von Deborah Sundahl, das vor kurzem auch auf Deutsch erschienen ist. Gestern Abend war ich auf einem Vortrag der Autorin \u00fcber genau dieses Thema. Er fand im Rahmen des Erotischen Salons in Sch\u00f6neberg statt und wurde von allerlei interessantem Publikum zahlreich besucht.<!--more--><\/p>\n<p>Das Thema interessiert mich schon seit einer Weile, um genau zu sein, seit dem Porn Film Festival 2008, als ich gemeinsam mit Sascha einen Fisting-Workshop besucht habe. Die Workshop-Leiterin war etwa in unserem Alter und konnte ejakulieren, dass einem die Spucke wegblieb. Ich hatte an mir selbst schon zuvor bemerkt, dass ich bei G-Punkt-Stimulation durchaus das dringende Bed\u00fcrfnis &#8222;zu pinkeln&#8220; versp\u00fcre und mich f\u00fcr inkontinent halte, wenn sich doch mal der ein- oder andere Tropfen seinen weg bahnte. Mein Freund versicherte mir aber immer wieder, dass es kein Urin, sondern Ejakulat sei und nachdem ich Wendy beim Workshop so enthusiastisch abspritzen sah, dachte ich mir, dass das ja etwas sein k\u00f6nnte, was man kultivieren kann.<\/p>\n<p>Squirting ist der Fachbegriff, der sich unter Anh\u00e4ngern und Liebhabern der weiblichen Ejakulation durchgesetzt hat und es gibt, man staune nicht schlecht, einige davon. Also machte ich mich gestern Abend auf nach Sch\u00f6neberg, um mehr dar\u00fcber zu erfahren. Die St\u00fchle in der B\u00fchne waren bereits belegt, also chillte ich mich in eines der Sofas am Ende des Saals. Um mich herum sa\u00df eine Gruppe von Menschen, die vielleicht ein wenigig j\u00fcnger waren als ich und sichtlich im Thema standen.<\/p>\n<p>Frau Sundahl sprach zuerst dar\u00fcber, dass Squirting schon in alten Kulturen bekannt und akzeptiert gewesen sei, bspw. in China, Indien Griechenland und Polynesien. Einige V\u00f6lker glaubten wohl, dass das weibliche Ejakulat sich mit dem m\u00e4nnlichen vermischen m\u00fc\u00dfte, damit Nachkommen entstehen k\u00f6nnten. In der Tat, so berichtete Frau Sundahl, schaffe diese Fl\u00fcssigkeit ein angenehmes und f\u00fcr Spermien optimales Klima in der Vagina. Sie berichtete, dass diese Fl\u00fcssigkeit auch bei Frauen von der Prostata produziert w\u00fcrde, dass die Existenz einer weiblichen Prostata jedoch nach wie vor medizinisch geleugnet wird. Doch zur Verteidigung der Prostata f\u00fchrte sie die grundlegende Arbeit eines Pathologen an, der sich eingehend mit diesem Organ befa\u00dft hat.<\/p>\n<p>Dieser hat n\u00e4mlich herausgefunden, dass die weibliche Prostata aus einem ganz speziellen Gewebe besteht, das sich nur dort und nur bei Frauen findet. Die weibliche Prostata ist nur ca. ein Viertel so gro\u00df wie die m\u00e4nnliche, hat jedoch ca. 48 Dr\u00fcsen und Kan\u00e4le (im Vergleich: die m\u00e4nnliche hat zwei). Diese Dr\u00fcsen produzieren das weibliche Ejakulat, das u.a. auch aus Glukose besteht und eine frisch riechende, klare Fl\u00fcssigkeit ist. Bis zu einem Liter produziert Frau wohl durchschnittlich in einer &#8222;sex session&#8220; mit mehreren Orgasmen.<\/p>\n<p>Aber wie h\u00e4ngen nun Prostata und Ejakulat mit dem G-Punkt zusammen? Ganz einfach: der G-Punkt, jenes geriffelte Gewebe, das man entlang der Harnr\u00f6hren-\u00d6ffnung bis tief hinein in die Scheide mit dem Finger erf\u00fchlen und sogar mit blo\u00dfen Auge sehen kann, ist die weibliche Prostata. Wird diese stimuliert, produziert sie Ejakulat und diese Ejakulat vermittelt der Frau das Gef\u00fchl &#8222;mal dringend pinkeln zu m\u00fcssn&#8220;. Viele Frauen rennen deshalb w\u00e4hrend des Liebesspiels oder direkt danach auf die Toilette. Die meisten Frauen ejakulieren deshalb nicht, weil sie es sich schlichtweg aus lauter Angst, das Laken vollzupinkeln, verkneifen. Auch M\u00e4nner sollen es schaffen k\u00f6nnen, eine Ejakulation zu unterdr\u00fccken, sprach Frau Sundahl und erntete Applaus von den jungen Menschen neben mir auf dem Sofa.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt gab es immer wieder lustige und kompetente Zwischenrufe vom Publikum. Als Frau Sundahl einige Bilder vom G-Punkt zeigen wollte, bat sie bspw. darum, die Vorh\u00e4nge an den Fenstern zuzuziehen. Wir sa\u00dfen da und uns kamen die schon echt zugezogen vor, aber Frau Sundahl erkl\u00e4rte, sie wolle nicht riskieren, dass zuf\u00e4llig vorbeikommende Passanten eventuell einen Herzanfall bek\u00e4men. Wir konnten sie mit dem Worten &#8222;we are in Berlin&#8220; beruhigen. Sch\u00f6n fand ich auch den Hinweis einen jungen Frau auf der Empore, die meinte, dass es durchaus Frauen g\u00e4be, die gerne hart gefickt werden und dass dieses ganze Gerede um das sensible Geschlecht und die behutsame Heranf\u00fchrung an weibliche Lust das doch g\u00e4nzlich vergesse. Auch hierf\u00fcr gab es Beifall.<\/p>\n<p>Ich fand es ein bisschen schade, dass der englische Vortrag ins Deutsche \u00fcbersetzt wurde. Abgesehen davon, dass es f\u00fcr den einen oder anderen Lacher ob der Wortwahl der \u00dcbersetzerin sorgte, war es doch f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Anwesenden unn\u00f6tig gewesen und hat leider auch etwas von der Vortragszeit geraubt, die h\u00e4tte mit spannenden Infos gef\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Im Gro\u00dfen und Ganzen hat mir der Abend jedoch gut gefallen. Ich habe ein bisschen was Neues gelernt, viele eigene Beobachtungen best\u00e4tigt bekommen und zwischendurch immer wieder herzlich gelacht. Das hat sich gelohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Female Ejaculation and the G-Spot&#8220; ist der Titel eines Buches von Deborah Sundahl, das vor kurzem auch auf Deutsch erschienen ist. Gestern Abend war ich auf einem Vortrag der Autorin \u00fcber genau dieses Thema. 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