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	<description>independent ⋅ escort ⋅ berlin</description>
	<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 09:37:53 +0000</pubDate>
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		<title>Außer Spesen, nix gewesen!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 09:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carmen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Stellt euch vor, euer Chef kommt zu euch und fragt euch, ob ihr auf eine einwöchige Dienstreise fahren wollt. Ihr sollt dort rund um die Uhr arbeiten, 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Er würde euch selbstverständlich den Flug, die Unterkunft und die Verpflegung bezahlen. Aber Gehalt bekommt ihr nicht in der Zeit. Sofern ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stellt euch vor, euer Chef kommt zu euch und fragt euch, ob ihr auf eine einwöchige Dienstreise fahren wollt. Ihr sollt dort rund um die Uhr arbeiten, 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Er würde euch selbstverständlich den Flug, die Unterkunft und die Verpflegung bezahlen. <b>Aber Gehalt bekommt ihr nicht in der Zeit.</b><span id="more-394"></span> Sofern ihr nicht sowieso schon Frondienste für euren Dienstherren verrichtet, weil das Damoklesschwert der Kündigung über eurem Kopfe baumelt, würdet ihr ihm vermutlich (völlig zu Recht) einen Vogel zeigen.</p>
<p>In meiner Branche ist das etwas anders: Da sind solche Anfragen sind Gang und Gäbe. Wenn man sie als Hure ablehnt, dann muß man sich u.U. als <i>&#8220;geldgeiles Miststück&#8221;</i> bezeichnen lassen. Mir ist das jedenfalls vor wenigen Tagen genau so passiert. Ich rege mich ja über soetwas schon kaum noch auf. Aber ich frage mich natürlich, wie kommt man als Anfragender überhaupt auf so eine irrsinnige Idee? Welche Vorstellungen gehen da mit einem spazieren? Und warum glaubt man sich im Recht, dann auch noch beleidigend werden zu dürfen?</p>
<p>Weil man ein Idiot ist, klar. Aber, nein, das ist mir als Antwort irgendwie zu einfach. Ich denke, das Problem liegt tiefer und hat etwas mit mangelndem Respekt für unsere Arbeit und uns als Menschen zu tun. Scheinbar gehen immer noch viele potentielle Kunden davon aus, dass Erotikbegleitung keine Arbeit ist (das wird aberkannt) und dass Huren generell kein eigenes Leben haben und ergo gar nicht wissen, was sie mit sich beginnen sollen, wenn sie mal ausnahmsweise niemanden gefügig sein können. Im Falle einer Reisebegleitung muß Prostitution folglich Freizeitgestaltung und die Prostituierte folglich froh sein, dass sie endlich mal jemand in den Urlaub mitnimmt. Aber hey&#8230;</p>
<p>Wenn ich mit einem Kunden unterwegs bin, dann kümmere ich mich um dessen leibliches Wohl, und zwar rund um die Uhr. Ich mache mich hübsch für ihn, widme ihm meine ganze Aufmerksamkeit und bin für ihn und seine Wünsche da. Ich bin zudem abhängig von ihm und seinen Urlaubsinteressen. Ich muß mich auf ihn einstellen, der u.U. ein völlig Fremder ist, und ich muß mich bemühen, Konflikte zu vermeiden. Ich kann mich nicht einfach zurücklehnen und die Seele baumeln lassen. Ich befinde mich auf einer Dienstreise und nicht, wie mein Kunde, im Urlaub.</p>
<p>Außerdem stapelt sich bei mir zuhause auf dem Schreibtisch meine eigentliche Arbeit (ich bin ja nur nebenberufliche Hostess), die ich nicht erledigen kann, solange ich weg bin. Dafür muß ich doppelt so hart arbeiten, wenn ich wieder zuhause bin, um das aufzuholen. Ich kann mir zeitlich ggf. keinen Urlaub mit meiner eigenen Familie mehr leisten, weil ich Arbeit aufzuholen habe. Und ich kann mir den Urlaub mit meiner eigenen Familie u.U. auch finanziell gar nicht leisten, weil ich ja für meine eine Woche Begleitarbeit nicht bezahlt wurde. Ich bin für eine Woche getrennt von meiner Familie, die ich natürlich vermisse, und von meinem eigentlichen, eigenen Leben, weil ich zu dessen Freude einen fremden Menschen in seinen Urlaub begleitet und mich darum gekümmert habe, dass er entspannt ist und eine schöne Zeit hat. Und dafür soll ich mich nicht bezahlen lassen?</p>
<p>Solche Anfragen und der damit einhergehende Unmut über Ablehnung sind in meiner Branche keine Seltenheit. In anderen Branchen würde die Gewerkschaft auf die Barrikaden gehen und gegen Ausbeutung und Sklaverei aufbegehren. Als Hure muß man sich hingegen noch beleidigen lassen. So gering wird die eigene Arbeit und wird man als Mensch geschätz. Das ist ein Armutszeugnis für den Anfragenden und menschenverachtend. Und wer mal für eine Sekunde die Perspektive wechselt, dem wird das auch sofort einleuchten. Huren sind keine Sklavinnen und sie haben, genau wie jeder andere freie Mensch, keinen Grund, unbezahlten Dienst zu leisten. <b>Soetwas zu verlangen, ist Ausbeutung.</b> Kapiert das endlich!</p>
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		<title>10 erotische Sonette von Friedrich von Schlegel</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 10:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carmen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Wer hätte gedacht, dass die Klassiker so versaut waren? Ihr alle? Klaro, schließlich haben die auch nur mit Wasser gekocht! Als glücklicher Besitzer eines Feigenblatt-Abonnements wurde ich gestern abend auf die erotischen Sonette von Friedrich von Schlegel aufmerksam. Thema des Heftes ist diesmal die Selbstliebe und darum geht es in Schlegels zweitem erotischen Sonett. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer hätte gedacht, dass die Klassiker so versaut waren? Ihr alle? Klaro, schließlich haben die auch nur mit Wasser gekocht! Als glücklicher Besitzer eines <a href="http://www.feigenblatt-magazin.de/2009-06-19_feigenblatt-16-wasser.html">Feigenblatt-Abonnements</a> wurde ich gestern abend auf die erotischen Sonette von Friedrich von Schlegel aufmerksam.<span id="more-385"></span> Thema des Heftes ist diesmal die Selbstliebe und darum geht es in Schlegels zweitem erotischen Sonett. Aber auch die andere neun Poeme sind saftig, von Oralverkehr über Knabenliebe bis hin zu sadistischen Fantasien und Natursekt ist alles dabei. Sprachlich wohl austarierter Schweinkram - da sag noch einer, Lyrik sei langweilig.</p>
<h2>Erstes Sonett</h2>
<p>Um meiner Mannheit Tiefgang auszuloten<br />
Ging ich mit nacktem Glied zu Keuschgesinnten.<br />
Ich glaubte, diese deutlichste der Finten<br />
Sei zwingender als Zahlen oder Zoten.</p>
<p>Ich trat zu Mädchen unversehns von hinten,<br />
Sprach sanft sie an und spielte den Zeloten.<br />
Dann fragt ich plötzlich, wann sie denn den roten<br />
Gewaltherrn hätten, und wie lang sie minnten.</p>
<p>Sie sehn verdrehten Auges auf den Stecken,<br />
Der ihnen doch galant entgegensteht.<br />
Ich hebe sie, darauf zu stülpsen.</p>
<p>Zuerst wohl würgen, schreien sie, und rülpsen,<br />
Dann fließt die Lust, und alles Weh vergeht.<br />
Bis sie zutiefst gekitzelt drauf verrecken.</p>
<h2>Zweites Sonett</h2>
<p>Du meine Hand bist mehr als alle Weiber,<br />
Du bist stets da, wie keine Frau erprobt,<br />
Du hast noch nie in Eifersucht getobt,<br />
Und bist auch nie zu weit, du enger Reiber.</p>
<p>Ovid, mein Lehrer weiland, hat dich recht gelobt,<br />
Denn du verbirgst in dir ja alle Leiber,<br />
Die ich mir wünsche. Kühler Glutvertreiber,<br />
Dir hab ich mich für immer anverlobt.</p>
<p>Ich stehe stolz allein mit dir im Raume<br />
Und streichle meine bläulichrote Glans.<br />
Schon quirlt sich weiß der Saft zum Schaume,</p>
<p>So zieh ich aus Erfahrung die Bilanz:<br />
Die Zweiheit paart sich nur im Wollusttraume,<br />
Sonst paart sich meine Faust mit meinem Schwanz.</p>
<h2>Drittes Sonett</h2>
<p>Der rauhe Ost, der früh nach Rom mich jagte,<br />
Ward dort zum Zephir hyacinthner Lüste.<br />
Und keiner, der nur immer Mädchen küßte,<br />
Rühm seinen Schwanz, daß er im Himmel ragte.</p>
<p>Auch mich erregen noch die herben Brüste<br />
Kampan&#8217;scher Mädchen, doch wie oft verzagte<br />
Mein Meerschaum an dem fremden Golf und klagte,<br />
Daß ohne recht&#8217; Verständnis diese Küste.</p>
<p>Wie anders schmiegte sich der Arsch des Knaben<br />
dem Schwanz in liebend-rundlichem Gehaben;<br />
Kein Weib hat so behende mit der Zunge</p>
<p>Die Eichel mir geleckt wie dieser Junge.<br />
Oh, könnt&#8217; ich doch an deinem Marmorhintern,<br />
Mein Knabe, viele Monde überwintern. . . !</p>
<h2>Viertes Sonett</h2>
<p>Von allen Männern, die dich je bedrohten<br />
Bin ich der geilste: sieh&#8217; mich zitternd an . . . !<br />
Ich zerre deine Brüste Spann für Spann<br />
Und werde sie auf deinem Rücken knoten.</p>
<p>Auch deine Füße knüpfe ich daran,<br />
Und binde deine kleinen weißen Pfoten.<br />
Und wenn den Leib du röchelnd mir geboten<br />
Bewunderst du in mir den starken Mann.</p>
<p>Und wenn du schreist, so schlitz&#8217; ich deinen runden<br />
Und weichen Leib mir auf mit kaltem Streiche.<br />
Dann saugen sich die Lippen deiner Wunden</p>
<p>Um meinen Schwanz, daß ich vor Lust erbleiche.<br />
Jedoch, mein Glück, es reift nicht aus zu Stunden:<br />
Du riechst schon sehr, mein Torsoschatz, nach Leiche.</p>
<h2>Fünftes Sonett</h2>
<p>So liegst du gut. Gleich wird sich&#8217;s prächtig zeigen<br />
Wie klug mein Rat: ich schiebe meinen Dicken<br />
In dein bemoostes Tor – man nennt das Ficken.<br />
Du fragst warum? – Davon laß jetzt mich schweigen.</p>
<p>Schon seh&#8217; ich Schmerz in deinen blanken Blicken,<br />
Das geht vorbei: du mußt zurück dich neigen,<br />
Gleich wird dein Blut dir jubeln wie die Geigen<br />
Von Engeln, welche ihre Brünste schicken</p>
<p>In bebender Musik zum Ohr der Welt.<br />
Famos!. . . Du einst dich mir in bravem Schaukeln.<br />
Die Schenkel schmiegen pressend, es umgaukeln</p>
<p>Mich Düfte, die mich locken in die Unterwelt.<br />
Ein Stoß – ein Schrei! . . . Die weißen Glieder zittern<br />
Im Kampf wie Apfelblüten in Gewittern.</p>
<h2>Sechstes Sonett</h2>
<p>Ich flehe dich um Wunden und um Male<br />
Von deinen Händen, die mich heilig sprechen.<br />
Du sollst das Glied, das du gesaugt, zerbrechen,<br />
Das steif geragt in deine Kathedrale.</p>
<p>Schlürf aus den Quell, der einst in weißen Bächen<br />
In deinen Kelch gespritzt beim Bachanale! . . .<br />
Gieß jetzt die letzte Kraft in deine Schale.<br />
An meinem Blute magst du dich bezechen!. . .</p>
<p>Nimm scharfe Peitschen und geglühte Zwingen.<br />
Schlag&#8217; fester zu und quäle meine Hoden! . . .<br />
Laß&#8217; tiefsten Schmerz das höchste Glück mir bringen.</p>
<p>Mein Stöhnen preist dich brünstiger als meine Oden.<br />
Und wenn die letzten Schreie dich umklingen<br />
Hörst du den Dank vom seligen Rhapsoden.</p>
<h2>Siebentes Sonett</h2>
<p>Der Müllerbursche schiebt hinauf zur Mühle<br />
Auf seinem Karren einen Mühlenstein.<br />
Und in die Öffnung schob er glatt hinein<br />
Sein steifes Glied, und schaffte so sich Kühle.</p>
<p>Die blonde Müll&#8217;rin sieht&#8217;s im Sonnenschein.<br />
Und trotz der unerträglich dumpfen Schwüle<br />
Läuft sie hinab, daß prüfend sie&#8217;s befühle:<br />
Sie faßt und fühlt, es ist von Fleisch und Bein.</p>
<p>«Na hör&#8217;, mein Junge», ruft sie sehr brutal,<br />
«Was soll die Schweinerei mit deinem Schweif? . . !<br />
«Ist das die Prüfung, die ich dir befahl».</p>
<p>«Ob du auch würdig wärest für mein Bett?»<br />
Doch er zeigt nur die Inschrift um den Reif.<br />
Und ach, sie liest gerührt: Elisabeth. . . . !</p>
<h2>Achtes Sonett</h2>
<p>Ich ward erlöst, zum Weltweib umgeschaffen,<br />
Des irren Wanderns letzte höchste Feier.<br />
Ich rag&#8217; ins Dämmerlicht, verhüllt vom Schleier<br />
Der Sterne mit den bleichen Mondagraffen.</p>
<p>Zur Erde send&#8217; ich meinen Himmelsgeier,<br />
Der ruft die letzten geilen Menschenaffen.<br />
Ich werde meine Röcke höher raffen<br />
Und alle grüßen als willkomm&#8217;ne Freier.</p>
<p>Ich höre schon ihr heis&#8217;res Brunstgeschrei.<br />
Die Schwänze zucken und die Zungen lallen.<br />
Begattend dünken sie sich schicksalsfrei.</p>
<p>Doch werden sie in meine Scheide fallen,<br />
Dann will ich sie Kometen gleich mit kurzen<br />
Und hellen Knallen in den Weltraum furzen.</p>
<h2>Neuntes Sonett</h2>
<p>Verschüchtert von des Purpurbett&#8217;s Umschattung<br />
Horcht die Prinzessin in die schwarzen Ecken.<br />
Ihr dünkt ein schalkhaft kichernd&#8217; Necken,<br />
Ein seltsam&#8217; Künden fürstlicher Begattung.</p>
<p>Der Prinz harrt zweifelnd seiner Kraft Erwecken<br />
Und früh vertaner Jugend Rückerstattung.<br />
Wie peinlich würde heute die Ermattung<br />
Die junge Frau aus der Umarmung schrecken.</p>
<p>Er droht des frechen Narren fröstelnd Lachen,<br />
Flucht seiner Jugend mondbeglänzten Nachen<br />
Und glaubt nicht mehr an schwarzer Kräuter Sieden.</p>
<p>Denn selbst die einst so treuen Canthariden,<br />
Sie haben ihren Wirkungspol verrückt<br />
Und reichen nur, daß er den Nachtstuhl schmückt.</p>
<h2>Zehntes Sonett</h2>
<p>Ich höre fern das Plätschern deiner Wasser.<br />
Ich fühl&#8217; mein Herz in meine Hoden sinken.<br />
Es drängt mich wieder, dein Pipi zu trinken,<br />
Weil ich ein ruchlos raffinierter Prasser.</p>
<p>Man lügt, daß deine gelben Quellen stinken.<br />
Mich macht ihr Duft, wenn ich sie trinke, blasser.<br />
Ich möcht, ein Kieselstein, ein ewig nasser,<br />
In deinen Fluten selig schimmernd blinken.</p>
<p>So wirst du mir, Geliebte, ganz zu eigen,<br />
Wie mehr als in des Marterbergs Ersteigen<br />
Im Abendmahle Einer Gott verwandt.</p>
<p>In deiner Krypta ein verschwieg&#8217;ner Brand,<br />
Laß züngeln mich in allen roten Winkeln<br />
Und zischend sterben in topas&#8217;nem Pinkeln.</p>
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		<title>Sex mit dem Umschnalldildo</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 20:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sascha</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[de]]></category>

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		<description><![CDATA[Des Öfteren werde ich gefragt, was eigentlich für eine Frau der Reiz daran sei, jemanden mit einem Umschnalldildo zu ficken, schließlich würde man dabei ja nichts fühlen. Natürlich kann ich die Frage nicht allgemeingültig beantworten, ich kann aber erzählen, was mir daran gefällt:
Die Frage kommt ja deswegen auf, weil davon ausgegangen wird, dass es mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Des Öfteren werde ich gefragt, was eigentlich für eine Frau der Reiz daran sei, jemanden mit einem Umschnalldildo zu ficken, schließlich würde man dabei ja nichts fühlen. Natürlich kann ich die Frage nicht allgemeingültig beantworten, ich kann aber erzählen, was mir daran gefällt:<span id="more-361"></span></p>
<p>Die Frage kommt ja deswegen auf, weil davon ausgegangen wird, dass es mich nicht unmittelbar körperlich stimuliert, wenn ich mit einem künstlichen Schwanz, der mit einem Harness an mir befestigt ist, eine andere Person anal oder vaginal verwöhne.</p>
<p>Das ist zwar nicht ganz falsch: direkte Stimulation meiner <em>sexy parts</em> im engeren Sinne findet dabei tatsächlich nicht statt. Und das ist natürlich auch immer ein gewisser Wermutstropfen dabei: dass es sich eben nicht um einen echten Schwanz handelt und ich mit ihm folgerichtig nicht fühlen kann. Ich kann zwar penetrieren, das Innere der gefickten Person aber nicht spüren. Das ist natürlich schade, aber eben mein biologisches Schicksal. Um zu fühlen, muss ich eben auf meine Finger oder ganzen Hände zurückgreifen - doch zu diesem Thema ein anderes Mal. Auch Doppeldildos wie zum Beispiel der &#8220;Share&#8221; von Funfactory, die nicht mit einem Harness um die Hüften befestigt werden, sondern mit den Vaginalmuskeln gehalten werden, beheben dieses Manko nicht grundsätzlich, da auch hier die Penetration des Partners nur indirekt für mich fühlbar wird.</p>
<p>Aber natürlich fühle ich beim Umschnalldildosex durchaus so einiges: Ich fühle die Bewegung meiner Hüften und Lenden. Ich fühle, wie mein Venushügel an der fremden Haut reibt und dagegen stößt. Ich fühle auch die Durchblutung meiner Beckenbodenmuskulatur, die durch meine Bewegung hervorgerufen wird und die zu meiner Erregung beiträgt. Ich fühle das weiche Leder des Geschirrs, das fest um meine Hüften und Schenkel geschlossen ist. Ich fühle den Widerstand, den die enge Öffnung mir beim Eindringen bietet, die Muskulatur, die sich zusammenzieht oder nachgibt, wenn auch indirekt. Ich spüre die Wärme des anderen Körpers. Und nicht zuletzt natürlich die Erregung des anderen Menschen, dem ich es gerade mit meinem wunderbaren Silikonschwanz besorge. Sehr viele Empfindungen also, die für sich genommen schon ausreichen würden, um zu erklären, dass mir das Ganze ziemlich viel Spaß macht.</p>
<p>Dazu kommt aber noch etwas anderes und das ist das eigentlich Entscheidende am Umschnalldildo: der Wechsel der Geschlechterrollen. Anstatt gefickt zu werden, bin nun ich in der aktiven Rolle. Natürlich muss ich bei Sex, bei dem ich pentriert werde, nicht zwangsläufig passiv sein, ich kann durchaus die Bewegung ausführen oder bestimmen - dennoch fühlt es sich anders an, zu penetrieren und sich als männlichen Part zu imaginieren. Es bringt ein gewisses Machtgefühl mit sich, in den anderen (oder die andere) einzudringen, mit den eigenen Stößen Erregung hervorzurufen und zu kontrollieren. Eben einen Schwanz zu haben. Gerade in Beziehungen zu Männern, mit denen ich sonst penetrativen Sex in der anderen, der &#8220;normalen&#8221; Richtung habe, empfinde ich diesen Wechsel als äußerst erregend: zuzusehen, wie der schöne Umschnallschwanz in meinem Partner verschwindet, meine Lenden dabei zu beobachten, wie sie sich gegen die Rundung des Pos meines Partners pressen - anstatt seinen Schwanz in mir zu sehen. Das ist aufregend und ungewöhnlich.</p>
<p>Auch ist es eine interessante Erfahrung, die Bewegung, die man beim Sex ausführt, einmal aus der anderen Perspektive zu erleben. Denn auch wenn man als penetrierte Person durchaus aktiv sein kann, vollzieht man dabei zweifellos andere Bewegungen. Ficken fühlt sich anders an als Geficktwerden und beansprucht andere Muskelgruppen.</p>
<p>Und abgesehen von all dem finde ich, dass ich mit dem schicken Lederharness und dem schwarzen Silikonschwanz einfach sexy aussehe.</p>
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		<title>Prostitution = Emanzipation</title>
		<link>http://courtisane.de/blog/?p=345</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 11:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carmen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[carmen]]></category>

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		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>

		<category><![CDATA[Hure]]></category>

		<category><![CDATA[Mythos]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass man als Prostituierte nicht frei und unabhängig sein könne, dass man sich nicht guten Gewissens dafür entscheiden könne - das höre ich nur all zu oft. Ich habe deshalb einen Artikel darüber geschrieben, dass die Entscheidung für die Prostitution auch ein emanzipatorischer Schritt sein kann.

Prostitution als sexuelle Emanzipation der Frau.
Die Befreiung von einem Mythos.
Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass man als Prostituierte nicht frei und unabhängig sein könne, dass man sich nicht guten Gewissens dafür entscheiden könne - das höre ich nur all zu oft. Ich habe deshalb einen Artikel darüber geschrieben, dass die Entscheidung für die Prostitution auch ein emanzipatorischer Schritt sein kann.<span id="more-345"></span><br />
</br></br></p>
<h2>Prostitution als sexuelle Emanzipation der Frau.<br />
Die Befreiung von einem Mythos.</h2>
<p>Eine Bekannte monierte neulich, Prostitution sei durch ihre Abhängigkeit vom Gelde der Inbegriff unfreier Sexualität. Ich intervenierte. Erstens seien Prostitutierte nicht allein aufgrund der Existenz eines Geldflusses automatisch auch von diesem Gelde abhängig. Und zweitens bedeute Abhängigkeit vom Gelde nicht automatisch auch ein unfreies Arbeiten. Im anderen Falle wäre jeder Arbeiter in einer vom Geld regierten Welt unfrei. Dies kann man im Sinne einer Kapitalismuskritik freilich so sehen. Doch ist es eine außerordentlich polemische Behauptung, die jeden Menschen, der gerne und selbstbestimmt in seinem Job arbeitet und diesen als Erwerbstätigkeit betreibt, vor den Kopf stoßen muß.</p>
<p>Sicherlich ist es, trotz Legalisierung der Prostitution, nach wie vor so, dass viele, wenn nicht sogar die Mehrheit der Prostituierten sexuelle Dienstleistungen in einem erdrückenden oder sogar unterdrückenden Abhängigkeitsverhältnis anbieten. Ich meine jedoch, dies ist eine überwindbare &#8220;Altlast&#8221; aus Zeiten, in denen das horizontale Gewerbe noch illegal und damit auf die kriminellen Strukturen, die sich in diesem &#8220;Milieu&#8221; und darum herum entwickelten, angewiesen war. Ich glaube nicht, dass Prostitution (Sex gegen Geld) und Kriminalität (Zuhälterei, Zwangsprostitution, Gewalt, Drogensucht, Menschenhandel, etc.) aus sich selbst heraus einen kausalen Zusammenhang haben. Ich glaube das, weil ich selbst ein Beispiel dafür bin, dass beides getrennt voneinander existieren kann.</p>
<p>Ich arbeite seit zwei Jahren unabhängig als Prostituierte. Ich bin neben dem Studium als &#8220;Independent Escort&#8221; tätig. Ich habe mir das ausgesucht, weil es nach einer reiflichen Betrachtung der sich mir in meiner derzeitigen Lebenssituation bietenden Möglichkeiten des Geldverdienens, die angenehmste, unkomplizierteste und passendste war. Ich komme aus gutem Hause, ich bin gebildet und körperlich topfit; es war also keine Entscheidung aus genereller Perspektivenlosigkeit heraus. Mich zu prostituieren und damit mein eigenes Geld zu verdienen, war ein Schritt in die Unabhängigkeit - sowohl in die finanzielle, als auch in die sexuelle. Wie kann das sein?</p>
<p>Alice Schwarzer spricht sich noch heute gegen den Minirock aus. Sie ist der Meinung, dass die Unabhängigkeit der Frau nur durch ihre sexuelle Enthaltsamkeit erreicht werden kann, nämlich indem sie sich ihrer Rolle als gefügiges, vom Manne dominiertes &#8220;Lustobjekt&#8221; rigoros entzieht. Frau Schwarzer unterliegt einem, wenn auch aus ihrer gesellschaftlichen Perspektive nachvollziehbaren und für die feministische Bewegung wohl bahnbrechenden Fehlschluß. Dem Recht der Frau auf eine selbstbestimmte Sexualität ist mit der feministischen Forderung nach ihrer Enthaltsamkeit vor dem Manne keinesfalls Genüge geleistet. Schlimmer noch, durch die Enthaltsamkeit der Frau, bekommt der sexuelle Erfolg des Mannes den Status einer Belohnung, einer Trophäe, einer Prämie, vor der jedes Ausleben weiblicher Sexualität automatisch zu einem &#8220;Wertverlust&#8221; der sich dem Manne hingebenden Frau führt. (Mit je mehr Menschen ich einen Preis teilen muß, desto kleiner wird der Anteil des Preises für jeden Einzelnen, woraus sich dessen Entwertung ableitet.)</p>
<p>Ohne den Einfluß von Geld oder irgendwelcher Dienstverhältnisse bewirkt allein dies eine sexuelle Zwanghaftigkeit im Umgang von Mann und Frau. Ähnlich wie es das poetische Minne-Konzept im Hohen Mittelalter vorsah, wirbt der Ritter in einer Art Liebesdienst um die Gunst der ewig unerreichbaren Dame. Diese muß schon allein deshalb unerreichbar bleiben, damit sie den Grund für ihre Anbetung (nämlich ihre Reinheit, die hohe Wertigkeit ihres Preises) nicht ad absurdum führt. Im Sinne einer feministischen Ermächtigung, mag die Enthaltsamkeit der Frau eine opportunistische Entscheidung sein. Im Sinne einer sexuellen Befreiung und einer Gleichberechtigung der Geschlechter ist sie es nicht. Die sexuelle Enthaltsamkeit der Frau, bzw. ihr zugunsten ihrer gesellschaftlichen Reputation erforderliches, peinliches Abwägen, wem sie ihre Gunst gewährt und wem nicht, führt nicht in die sexuelle Freiheit, sondern in den Geschlechterkampf - den Kampf des Mannes um die Gunst der Frau und den Kampf der Frau, auf der Suche nach einem geeigneten Günstling, der ihre Entwertung auch wert ist. Die Ansprüche an einen potentiellen Partner werden so künstlich aufgebauscht, die Schwierigkeit, einen passenden Partner zu finden, wächst und ebenso wächst die Angst vor einer falschen Entscheidung.</p>
<p>Diese selbstauferlegte Unterdrückung der weiblichen Sexualität und die Zwanghaftigkeit im Umgang damit ist auf lange Sicht eine Sackgasse. Wo der Geschlechterkampf bestimmend ist, kann es keine Befried(ig)ung der Geschlechter geben. Bücher wie Charlotte Roches &#8220;Feuchtgebiete&#8221; oder die Entstehung einer feministischen Porno-Bewegung (&#8221;PorYES&#8221; im Ggs. zu Schwarzers &#8220;PorNO&#8221;) lassen ein zunehmendes Bewußtsein für diese Problematik unter jungen, emanzipierten Frauen erkennen. Doch wie dieser Sackgasse entfliehen? In einer Gesellschaft, in der Frauen, die sich ungewöhnlich freizügig geben, von ihren Geschlehtsgenossinnen noch immer gerne als &#8220;billige Schlampen&#8221; betrachtet werden und in der Männer sich mit ihren sexuellen Erfolgen vor ihren Geschlechtsgenossen brüsten (könn[t]en), wird es keiner emanzipierten Frau leicht gemacht, sich FÜR das Niederlegen der &#8220;weiblichen Waffen&#8221; zu entscheiden. Dass damit ein Machtverlust einher ginge, lernt Frau meist schon während der Pubertät. Wenn die Brüste zu wachsen beginnen und die junge Dame merkt, wie leicht sie in einer von Männern dominierten Welt allein mit einem gewagten Ausschnitt ihre wie auch immer gearteten Ziele erreichen kann, dann ist das ein, in der Figur der Wildeschen &#8220;Salomé&#8221; gekonnt symbolisiertes, absolut prägendes Erweckungserlebnis für die Frau.</p>
<p>Ich selbst hatte lange Zeit weder sexuelle Kontakte, noch Liebesbeziehungen zu Männern, weil es mir zu einfach war, sie zu beeindrucken, und ich mir in dieser Rolle zu austauschbar vorkam. Ich verliebte mich, ohne sexuellen Kontakt, eher in Freundinnen und hegte deshalb sogar den Verdacht, ich sei lesbisch. Doch meine Ausflüge in diese Szene waren allesamt enttäuschend. Nicht dass es mir nicht von Zeit zu Zeit gefallen hätte, meine weiblichen Waffen gegenüber männlichen Mitmenschen in vollem Maße auszunutzen, aber geliebt werden, wollte ich dennoch um meiner Selbst Willen und nicht weil ich zwei Titten und eine Muschi habe. Erst als ich jemanden fand, der mir das Gefühl gab, mich meiner individuellen Qualitäten als Mensch wegen zu begehren, unabhängig von geschlechtlichen Konventionen, konnte ich mich überhaupt meiner sexuellen Emanzipation widmen. Denn ich war auf einmal unabhängig von dem Anspruch geworden, einen geeigneten Lebenspartner zu finden und konnte mich auf einmal mit der Suche nach geeigneten Sexualpartnern befassen.</p>
<p>Zu dieser Emanzipation gehörte in erster Linie, eine Attitüde PRO Sexualität zu entwickeln - und zwar ein PRO, das unabhängig von romantischen Forderungen nach (wahrer) Liebe oder sonstiger emotionaler Bindung für sich Bestand hat. Es war mir wichtig, meine Lust als Lust zu akzeptieren, in all ihrer animalischen Bedeutung und ohne ihre züchtigende, zivilisierende, ja, grenzenlos überhöhte Einbindung in fragliche Liebes- und Beziehungskonzepte. Ich wollte mich meiner Lust nicht nur in Form von freiwilliger Enthaltsamkeit, sondern auch in Form freiwilligen Auslebens bemächtigen. Die Erkenntnis, mich nicht nur selbstbestimmt gegen meine Sexualität entscheiden zu können, sondern zu akzeptieren, dass ich mich auch jederzeit selbstbestimmt, unverschämt und unabhängig von meinen Ansprüchen an eine Lebenspartnerschaft FÜR meine Sexualität entscheiden könnte, das war ein emanzipatorischer Befreiungsschlag.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund, erscheint es nicht mehr verwunderlich, dass Sex mit einem fremden Menschen das Potential hat, ebenso gut oder schlecht zu sein, wie Sex mit einem geliebten Menschen. Und es erscheint nicht mehr verwunderlich, dass die Entscheidung für Sex unabhängig von der Frage getroffen werden kann, ob man den Geschlechtspartner liebt oder nicht liebt. Die Möglichkeiten der selbstbestimmten Ausgestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen gewinnen durch eine solche Erkenntnis für die Frau theoretisch an Facettenreichtum. In der Praxis, ist dies aber vor allem deshalb schwierig umzusetzen, weil zu einer gelungenen zwischenmenschlichen Beziehung jedweden Charakters immer mindestens zwei Menschen gehören. Wo ich mit meiner freien Entscheidung gegen die Konvention (Sex aus Liebe/heterosexuelle Monogamie) leben möchte, kann ich nicht davon ausgehen, dass mein Wahlpartner dieselben Überlegungen, dieselben Bedürfnisse, dieselben Erwartungen und dieselben Ansprüche an unsere Beziehung hat, wie ich. Ich muß das individuell mit jedem einzelnen Partner (und ggf. Partner-Partner) verhandeln und das ist anstrengend und zeitaufwendig und führt u.U. zu unvorhergesehenen, emotionalen Belastungen.</p>
<p>Für einen geliebten Menschen (oder einen, den man gerne lieben oder freundschaftlich an sich binden möchte), geht man dieses Risiko sicherlich eher ein und bringt dieses Aufwandsopfer vorbehaltlos. Wo ich als Frau jedoch einfach Sex mit einem für meine sexuelle Befriedigung (und nichts weiter) geeigneten Partner haben möchte, überwiegen, ganz ökonomisch gesprochen, die Kosten für ein solches Arrangement oftmals den Nutzen. Ich kann auch nicht wortlos umhergehen, allen Männern, die mir als Bettfreunde halbwegs gefallen, haltlos den Kopf verdrehen und sie dann fallen lassen, sobald meine sexuellen Bedürfnisse an ihnen befriedigt sind. Dies ist ein Verhalten, das die Frau lange dem Mann zum Vorwurf gemacht hat und das ich aus moralischen Gründen nicht wiederholen möchte. Es wäre rücksichtslos, ignorant und unfair meinen Mitmenschen gegenüber.</p>
<p>Deshalb muß ich, wenn es außerhalb meiner Liebes- und Freundschaftsbeziehungen um meine sexuelle Befriedigung geht, bzw. ich den Aufwand, individuell zu verhandeln, nicht leisten möchte, weil ich unverbindlichen Sex suche, einen Kompromiß finden. Das Angebot einer sexuellen Dienstleistung kann (muß aber nicht) ein solcher Kompromiß sein. Ich sage, wenn du grundlegend gebildet und sympathisch bist, mich mit Respekt und nicht wie Dreck behandelst, dann können wir gerne, zu unser beider sexueller Befriedigung miteinander schlafen. Damit du hinterher, wenn wir miteinander geschlafen haben, nicht das Gefühl bekommst, dass dir aus unserer Bettfreundschaft irgendein weitergehender Anspruch auf mich oder eine Forderung von mir, d.h. eine emotionale Bindung, erwächst, lasse ich mich für die Zeit, die ich mit dir verbringe, bezahlen. Wenn dies ohne Vorspielung falscher Tatsachen zustande kommt, dann ist es ein fairer Deal zwischen zwei gleichberechtigten Menschen. Diese können sich frei für oder gegen das Angebot entscheiden. Es gibt weder Kampf, noch Zwang, denn der Sex in einem Dienstleistungsverhältnis ist keine Trophäe.</p>
<p>Der Sex in einem Dienstleistungsverhältnis kann (muß aber nicht) eine Möglichkeit sein, sich frei von Geschlechter- und Beziehungs-Konventionen der sexuellen Exploration zu widmen. Er kann helfen, die eigene Lust auch als solche frei auszuleben, ohne dabei größere (emotionale) Risiken einzugehen. Sex mit einem unbekannten Menschen kann schon allein aufgrund der Fremdheit des Gegenübers aufregend und prickelnd sein und solange die Prostituierte keinem Zuhälter oder sonstig Zwang ausübenden Arbeitgeber, sondern allein sich selbst verpflichtet ist, kann sie frei entscheiden, auf welchen Kunden sie sich einlassen möchte und auf welchen nicht. Je weniger ein Mensch aus existentieller Not oder aber aus Gier von dem Geld abhängig ist, das er mit seiner Arbeit verdient, je mehr er sich aus Spaß an der Sache in seinem Job profiliert, desto freier ist er - auch dann, wenn er mit der Sache, die ihm Freude bereitet, seinen Lebensunterhalt (oder sein Zubrot) verdient. Das entwertet seine Freude nicht und es bedeutet auch nicht, dass er alles tun müßte, wofür ihm jemand Geld anbietet, auch dann, wenn er sich unwohl fühlt. Wer frei un unabhängig ist, kann &#8220;nein&#8221; und &#8220;ja&#8221; sagen. Das gilt für die Prostitution ebenso wie für alle anderen Erwerbstätigkeiten auch. Deshalb sind Forderungen nach einem Mindestlohn oder einem Grundeinkommen unterstützenswert, weil sie den Bürger vom Zwang, Geld verdienen zu müssen, befreien.</p>
<p>Es ist in Anbetracht der Genderdebatte schade, dass im Bereich der Prostitution nach wie vor überwiegend Frauen die Anbieterinnen und Männer die Kunden sind. Ich könnte es mir andersherum durchaus vorstellen, aber das funktioniert derzeit leider noch nicht. Es ist auch schade, dass es nach wie vor solcher Hilfskonstruktionen bedarf, um Sexualität von überhöhten Beziehungsmythen zu befreien, bzw. dass sie nach wie vor opportun oder ökonomisch erscheinen. Aber die Zeit, in der alle Frauen und Männer auch privat zwangloser miteinander umgehen können, kommt vielleicht noch. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Kriminalität, die im Rahmen von Prostitution stattfindet, zurückgedrängt wird, wenn wir an der Legalisierung der Prostitution festhalten. Wenn wir uns darüber hinaus auch für deren Übergang in eine gesellschaftliche Legitimation (Legitimität?) einsetzen, könnte dies auch helfen, den Prozess einer geschlechter-unabhängigen sexuellen Befreiung voranzutreiben. In jedem Falle plädiere ich für einen sachlichen, fairen und vorurteilsfreien Umgang mit Prostitution, ohne eine Abwertung der Anbieterinnen, der Kunden oder des Angebots als solchem. Befreit man sie von ihrer generellen gesellschaftlichen Ächtung, kann Prostitution auch als Entscheidung FÜR eine freie und selbstbestimmte weibliche Sexualität betrachtet und entsprechend respektiert werden.</p>
<p>Der uneingeschränkte und undifferenzierte Mythos von der Hure als Opfer (unfrei, zwanghaft, fremdbestimmt) hat keinen Bestand mehr, wo wir der Frau nicht nur das Recht, sondern auch ihre Fähigkeit auf eine selbstbestimmte Sexualität zugestehen. Der Mythos von der Hure als Opfer ist überwindbar, denn die Entscheidung FÜR die Prostitution kann durchaus auch Ausdruck der sexuellen Emanzipation der Frau sein. Dies gebe ich zu bedenken.</p>
<p><i>Carmen Amicitiae<br />
Berlin, 15.02.2010</i></p>
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		<title>Sextoys im Test #1: We-Vibe + Lelo ELLA</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 22:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carmen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Vorige Woche Mittwoch waren Sascha und ihr Freund O. bei mir zu Besuch. Wir plauderten über Beziehungsprobleme, das Verliebt sein und&#8230; Oh, da fiel Sascha gerade noch ein, dass sie ja ihre neuen Sextoys zum Testen mitgebracht hat. Beim letzten Hurenstammtisch hatte sie den We-Vibe erwähnt und ich quiekte vor Freude, weil ich so viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorige Woche Mittwoch waren Sascha und ihr Freund O. bei mir zu Besuch. Wir plauderten über Beziehungsprobleme, das Verliebt sein und&#8230; Oh, da fiel Sascha gerade noch ein, dass sie ja ihre neuen Sextoys zum Testen mitgebracht hat. Beim letzten Hurenstammtisch hatte sie den We-Vibe erwähnt<span id="more-340"></span> und ich quiekte vor Freude, weil ich so viel Gutes von dem gehört hatte und den unbedingt probieren wollte, ohne gleich 100€ dafür ausgeben zu müssen.</p>
<p>Sie packte also aus, weil sie an mich und mein Quieken gedacht hatte, und da purzelte nicht nur der lila-farbene We-Vibe heraus, sondern auch ein schwarzer Lelo ELLA. Den hatte ich in meinem <a href="http://www.laluna-toys.de/">Lieblings-Sexshop</a> schon öfter in der Hand gehabt, aber nie wirklich in Erwägung gezogen.</p>
<p>Mein dringendes Interesse galt erst einmal dem We-Vibe. Das Konzept dieses kleinen Toys fand ich super aufregend: Ein flacher, u-förmiger Vibrator mit doppelter Vibrationsfläche für die G-Punkt und die klitorale Stimulation während der Penetration durch den Partner. Voller Vorfreude machte ich mich nackig, aber schon beim Einschalten der Vibration gab es die erste Schwierigkeit. Der kleine Klippschalter befindet sich unter der Silikonhaut des oberen Vibrationselements und ist echt schwer zu bewegen. Ein Ding der Unmöglichkeit dürfte das sogar sein, wenn man bspw. Gleitgel an den Fingern hat. Sascha konnte das Ding schließlich einschalten und ich führte es ein. Die Vibration am G-Punkt war auch sehr angenehm und gar nicht zu verachten. Aber das mit der klitoralen Stimulation ist leider nicht aufgegangen. Das obere Vibrationselement saß nämlich nicht auf der Klitoris, sondern eher auf meinem Venushügel. Da werde ich zwar auch gern gestreichelt, aber zum gewünschten Ziel führt das nicht unbedingt. Ich war also durch meine vibrierende Bauchdecke abgelenkt und konnte so nicht einmal die Vibtration am G-Punkt richtig genießen. Den Aspekt mit der Penetration haben wir dann erst mal aufgeschoben, weil meine Enttäuschung der vorausgegangenen Erwartung entsprechend groß war. So kam dann auch meine Abneigung gegnüber der Farbe wieder stärker zum Vorschein. Den We-Vibe gibt es nämlich nur in Lila und das ist eigentlich keine Farbe, die ich mir in meine werten Körperöffnungen schieben möchte. Ich gestehe, dass meine Vorlieben bei Sextoys oftmals von Design und Farbe abhängig sind und dass ich mich nicht entspannen kann, wenn die meinen ästhetischen Anforderungen nicht entsprechen. Dazu kommt dann leider auch, dass der We-Vibe in einem wirklich unpassenden Brillen-Etui kommt und über einen kleinen Schlitz im Silikon mit Kabel geladen wird. Das Silikon ist weich, klebrig, dünnwandig und bildet einen eher fragilen Überzug über den harten Kern mit Bügel und Technik. Ich könnte mir denken, dass dieser Überzug leicht einreißt - mir ist das jedenfalls mal mit ähnlich aufgebauten Liebeskugeln passiert. Außerdem riecht der We-Vibe, obwohl er als phtalat-frei angepriesen wird, irgendwie nach Weichmachern und fühlt sich auch ein bisschen so an. Mein Urteil ist deshalb vernichtend schlecht, insbesondere wenn man bedenkt, zu welchem Preis dieses Toy in den Shops angeboten wird. 2010 kommt wohl eine neue Version, der We-Vibe II, der offenbar zumindest das Problem mit dem Schalter und das des bescheuerten Etuis zu lösen scheint. Ob der Klitorisvibrator dann endlich auch auf der Klitoris sitzt, bleibt allerdings fraglich.</p>
<p>Viel erfreulicher war meine Erstbenutzung des Lelo ELLA. Ich hatte mich vor diesem Dildo immer ein bisschen gefürchtet, weil er so eine seltsame Knüppelform hat, durch die ich mich irgendwie an Steinzeit-Werkzeuge erinnert fühlte. Ich war aber auch von der falschen Annahme ausgegangen, dass man das schmale Ende in die Vagina einführt, während man sich mit der Hand am stumpfen Knüppelende festhält. Sascha belehrte mich eines Besseren. Das knüppelige Ende kann man ebenfalls einführen und das macht dann eine prima G-Punkt Massage. Das probierte ich natürlich sofort aus und war wirklich angenehm überrascht. Das Knüppelstück liegt direkt an der Prostata-Innenwand an und saugt sich sogar ein bisschen fest. Egal wie man den Dildo dann manuell bewegt, man kommt immer irgendwie angenehm an den G-Punkt dabei. Der Nachteil ist natürlich der aller Dildos - man bekommt Gelenkstarre beim Masturbieren und braucht deshalb einen Helfer, der es einem so besorgt, wie man es braucht.</p>
<p>Dafür gibt es den Lelo ELLA aber in angenehmem Schwarz und vermutlich noch ein paar anderen Farben, so dass sich jede ihre Lieblings-Couleur aussuchen kann. Er ist aus festem Silikon, hat eine mattierte Oberfläche und macht insgesamt den Eindruck guter Verarbeitung. Das schmale Ende scheint mir auch gut geeignet für den analen Gebrauch, allerdings habe ich das nicht ausgetestet. Ich habe allerdings den Analplug BOB von Lelo in meinem Besitz und begeistertem Gebrauch. Ich denke, dass auch der ELLA für seine ca. 30€ eine gute Anschaffung wäre.</p>
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		<title>Gute Hure - Böse Hure. &#8216;Belle de Jour&#8217; geoutet</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 13:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carmen</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Demagogie]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Tagen geistert es durch die englischen Medien: Das anonyme Londoner Call-Girl &#8216;Belle de Jour&#8217; ist nicht mehr anonym und nicht nur das. Mit ihrem Outing stellt sich heraus, sie ist tatsächlich das, was sie in ihrem Blog immer von sich behauptet hat: eine gutaussehende, hoch-intelligente, emanzipierte und unabhängige Frau. Inzwischen hat die Gute sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Tagen geistert es durch die englischen Medien: Das anonyme Londoner Call-Girl &#8216;Belle de Jour&#8217; ist nicht mehr anonym und nicht nur das. Mit ihrem Outing stellt sich heraus, sie ist tatsächlich das, was sie in ihrem Blog immer von sich behauptet hat: eine gutaussehende, hoch-intelligente, emanzipierte und unabhängige Frau.<span id="more-317"></span> Inzwischen hat die Gute sogar ihren Doktor in Epidemiologie (wow!) und das sicherlich nicht, weil sie mit dem Vergabegremium gevögelt hat. Klar, dass da einigen besonders engagierten Prostitutionsgegnern erst mal das Essen aus dem Mund fällt.</p>
<p>Ich hatte das Buch &#8220;Belle de Jour&#8221; von einem Freund (A.) <a href="/blog/?p=41">zum Berufseinstieg geschenkt</a> bekommen und bei jedem Toilettengang eifrig gelesen. Es war unterhaltsam, aber keine tiefschürfende Literatur. Dennoch war die anonyme Bloggerin in London stadtbekannt, eine Bestsellerautorin, deren Geschichten sogar Material für Serien und Filme gaben. Doch an ihre wahre Identität wollte keiner so recht glauben. Man hielt die &#8220;multitalentierte Sexmaschine&#8221; für einen &#8220;älteren Autor mit Hornbrille&#8221;, heißt es in einem <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,661689,00.html">SpOn-Artikel</a> vom Dienstag, für einen &#8220;perverse[n] Loser, der für andere perverse Loser schreibt&#8221;.</p>
<p>Ich hingegen habe immer schon geglaubt, dass es sich vermutlich um eine gutaussehende, hoch-intelligente, emanzipierte und unabhängige Frau handelt, die sich ihr Studium durch ihre Escorttätigkeit finanziert. Ich habe das gelgaubt, weil das ein für eine Frau mit IQ 130+ dankbarerer, intellektuell anspruchsvollerer, geilerer und lukrativerer Job ist, als bspw. bei McDonald&#8217;s an der Fritteuse zu arbeiten (oder wo auch immer sich arme StudentInnen und PraktikantInnen sonst für gewöhnlich von ihren Arbeitgebern ausbeuten lassen, um wenigstens annähernd menschenwürdig leben zu können). Ich habe das geglaubt, weil soetwas in meinen Weltbild existiert, weil ich selbst eine &#8220;Belle de Jour&#8221; bin und weil alle meine Nuttenfreundinnen auch &#8220;Belles de Jour&#8221; sind.</p>
<p>Aber in den Köpfen der meisten Menschen ist eine Hure nicht glücklich oder seelisch unversehrt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Prostituierte, das sind immer Opfer, Opfer von Gewalt und Opfer von Vergewaltigung. Prostituierte müssen einfach Opfer sein, denn sowas kann doch keine freiwillig wollen&#8230; Und dann kommt da eine Frau mit einem Doktor in Epidemiologie und hat tatsächlich die Frechheit zu behaupten, sie sie gar kein Opfer, sondern hätte sich ohne Zwang von Außen für die Prostitution entschieden und es sei ihr nicht einmal schlecht bekommen. Man ist empört!</p>
<p>Insbesondere die Heilige Kirche ist empört. Sofort ergreift der Erzbischof von York das Wort: &#8220;Wir sollen glauben, dass diese Sexarbeiter unabhängige Frauen sind&#8221;, aber das sei ein &#8220;Mythos&#8221;, heißt es beim Spiegel. Gut, der Bischof muß es ja wissen, der kennt sich mit Gewalt und Vergewaltigung, sexuellem Zwang und schmutzigem Gewerbe sicherlich besser aus, als eine Escortdame aus der Mittelschicht. Aber auch im Guardian (<a href="http://www.freitag.de/alltag/0946-prostitution-gewalt-belle-de-jour">Übersetzung im Freitag</a> vom Dienstag) werden kritische Stimmen laut, die sich sofort darum bemühen, das ins Schwanken geratene Weltbild vom Opfer &#8216;Hure&#8217; wieder grade zu rücken. &#8220;Ihre ['Belle de Jours'] Erfahrungen als Prostituierte entsprechen nicht der Norm; sie hatte Glück, denn normalerweise bringt die Prostitution, verkürzt gesagt, Frauen schlichtweg um&#8221;, leitet Tanya Gold ihr Plädoyer gegen die Prostitution ein.</p>
<p>Norm? Moment mal, Prostitution ist in Britanien illegal. Die Frauen müssen sich verstecken, und zwar nicht nur vor der üblen Nachrede ihrer Nachbarn, wie das bei uns der Fall ist. Wie kann die Frau da Worte wie &#8216;Norm&#8217; und &#8216;normalerweise&#8217; in den Mund nehmen. Jeder Mensch, der in der Illegalität lebt, ob nun selbstgewählt oder unfreiwillig, ist nicht normativ. Aber gut, Frau Gold ist sich trotzdem nicht zu schade, eine wissenschaftliche Studie aus dem &#8220;Journal of Trauma Practice&#8221; zu bemühen, um ihre Behauptung zu untermauern.</p>
<p>Die zitierte Studie von 2003, in der 854 SexarbeiterInnen aus neun Ländern befragt wurden, ergab, dass der Großteil der Prostituierten im Job Gewalt und Vergewaltigung ausgesetzt ist, schon als Kind mißbraucht wurde, an seelischen Erkrankungen leidet und sowieso von Geburt an aus den ärmsten und elendsten Bevölkerungsschichten stammt - also klar und eindeutig Opfer ist. Ich glaube, dass diese Studie nicht Unrecht hat. Aber es wird verschwiegen, aus welchen Gesellschaftsschichten die befragten SexarbeiterInnen stammen, ob sie sich freiwillig oder unter Zwang prostituieren. Natürlich fühlt sich eine Frau, die unfreiwillig und aus Not Sex gegen Geld anbietet, nicht wohl, fühlt sich ausgenutzt, wird unterdrückt, ist physischer Gewalt ausgesetzt und leidet deshalb auch seelischen Schaden. In jedem Bereich, wo Menschen zu etwas gezwungen werden, was sie eigentlich nicht wollen, sind physisches und seelisches Leid das Resultat - das ist nichts, was allein auf die Prostitution beschränkt wäre. Das sieht man bspw. auch daran, dass das Wort &#8216;Prostitution&#8217; im allgemeinen Sprachgebrauch übertragen für alle Bereiche steht, in denen Menschen ausgebeutet werden. Der eigentliche Grund für Not und Elend in der Prostitution ist nicht, dass Menschen Sex gegen Geld anbieten. Das ist eine Lüge der Fraktion, die Prostitution aus moralischen Gründen ablehnt und die deshalb unter dem Deckmantel der sozialen Verantwortung Demagogie betreibt. Der eigentliche Grund dafür, dass unglaublich viele Menschen elendig leben, ist der dass sie von anderen Menschen ausgenutzt werden und das ist nichts Prostitutionsspezifisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem.</p>
<p>Der Fall &#8220;Belle de Jour&#8221; hat deshalb für solche Empörung gesorgt, weil er beweist, dass es eben keine kausalen Zusammenhänge zwischen Prostitution und Elend gibt, dass nicht alle Prostituierten zwangsweise verelenden und zu Opfern werden. Der Fall ist spektakulär, weil er es wahrscheinlich erscheinen läßt, dass vieles von dem Leid Prostituierter vermeidbar wäre, wenn man die Position dieser Frauen und Männer stärken und ihnen mehr Rückhalt geben würde. &#8220;Belle de Jour&#8221; ist kein Einzelfall und unter eben jenen Frauen, die sich freiwillig und selbstbestimmt prostituieren, keine Ausnahme, sondern die Regel. Ich selbst kenne ca. 15 SexarbeiterInnen persönlich, dazu kommen einige virtuelle Kontakte. Keiner dieser mir bekannten Menschen leidet Gewalt, Vergewaltigung oder seelische Erkrankungen in seinem Job, im Gegenteil. Wir alle haben uns das aber ausgesucht, weil es gutes Geld bringt und Spaß macht. Und wir alle stammen aus einer mehr oder weniger gehobenen Gesellschaftsschicht, sind emanzipiert und gebildet, haben Perspektiven und arbeiten in seriösen Umgebungen. Die wahren Gründe für das Elend vieler Prostituierter liegen sehr wahrscheinlich nicht in der Prostitution selbst, sondern in der Ausbeutung und dass solche Ausbeutung überhaupt möglich ist, liegt vermutlich daran, dass die Position der Prostituierten in der Gesellschaft nicht besonders stark ist und keinerlei Akzeptanz genießt. Illegalität, Angst, Armut, Bildungsarmut und generelle Verelendung - das sind die Rädchen, an denen wir drehen müssen, um die Situation der Prostituierten zu verbessern und das zeigt der Fall &#8220;Belle de Jour&#8221;.</p>
<p>Trotzdem kann für Frau Gold die Legalisierung von Prostitution keine Lösung sein. Sie argumentiert, dass ja schließlich in Ländern, in denen Prostitution bereits legal ist, immer noch der Großteil der Prostituierten Opfer ist. Das ist logisch, denn die Legalisierung von Prostitution allein sorgt nicht automatisch dafür, dass auch die Ausbeutung aufhört. Sie erleichtert es, dass sich seriöse Modelle etablieren können. Aber da muß noch viel mehr passieren. Denn auch in Ländern, in denen Prostitution an sich legal ist, ist vieles, was mit Prostitution eng verbunden ist, noch immer illegal oder zumindest so starken moralischen Repressionen ausgesetzt, dass es quasi illegal ist. Die Prostitutionsgesetze stehen vielfach in Konflikt mit anderen Gesetzestexten und verschaffen Anbieterinnen erotischer Dienstleistungen nach wie vor nicht genügend Sicherheit. Wäre auch die Prostitution selbst noch illegal, wären die Voraussetzungen dafür noch schlechter. Das alles verschweigt Frau Gold. Frau Gold verschweigt auch die Probleme illegaler Einwanderer und legaler Gastarbeiter, die generellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt, die Sparmaßnahmen im sozialen Bereich. Sie verschweigt insbesondere auch die Probleme, die sich genau deshalb ergeben, weil die Moralgesellschaft Prostitution nicht in ihrer Mitte sehen möchte. Denn durch die Repressionen der Moralisten wird Prostitution in Bereiche gedrängt, in denen Kontrolle und Rechtspflege vielleicht nicht mehr möglich sind, obwohl Prostitution selbst legal ist. Ich erinnere da an das Beispiel des Flatrate-Bordells &#8220;Pussy Club&#8221;, in dem Gastarbeiterinnen für immerhin 7.50€ (!) die Stunde völlig legal gearbeitet haben. Wovon leben diese Frauen jetzt, nachdem das Bordell auf Drängen des Bürgermeisters geschlossen wurde? All diese Probleme verschwinden nicht spurlos, nur weil Prostitution legal ist. Die Legalisierung ist ein erster Schritt und die Grundvoraussetzung dafür, dass sich überhaupt soetwas wie Sicherheit und Ordnung aufbauen können.</p>
<p>Illegalität führt immer zu Kriminalität, Kriminalität führt zu Gewalt, Gewalt führt zu Unterdrückung - dieser Strudel ist auch aus anderen Bereichen bekannt. Wie sollen sich denn im Bereich käuflicher Lust seriöse Modelle entwickeln und durchsetzen, wenn Menschen vertrieben, verklagt oder sogar in die Illegalität gezwungen werden, welche Perspektiven gibt es für jemanden, der sich verstecken muß und wo soll eine Ordnung herkommen, wenn erotische Dienstleistungen nur dort gehandelt werden dürfen, wo es der Moralbürger nicht sieht?</p>
<p>Frau Gold ist der Meinung, Prostitution sei &#8220;der sichere Weg ins Elend&#8221; und müsse deshalb verboten sein/bleiben/werden. Ich meine, nur wer bereits elend ist, verelendet in der Prostitution nicht weniger. Ich spreche mich deshalb dafür aus, nicht die Prostitution, sondern das generelle Elend zu bekämpfen. &#8220;Belle de Jour&#8221; ist ein deutlicher Beweis dafür, dass Prostitution nicht zwangsweise ins Elend führt und &#8220;Belle de Jour&#8221; ist <u>kein</u> Einzelfall.</p>
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		<title>Female Ejaculation and the G-Spot</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 12:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carmen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[&#8220;Female Ejaculation and the G-Spot&#8221; ist der Titel eines Buches von Deborah Sundahl, das vor kurzem auch auf Deutsch erschienen ist. Gestern Abend war ich auf einem Vortrag der Autorin über genau dieses Thema. Er fand im Rahmen des Erotischen Salons in Schöneberg statt und wurde von allerlei interessantem Publikum zahlreich besucht.
Das Thema interessiert mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Female Ejaculation and the G-Spot&#8221; ist der Titel eines Buches von Deborah Sundahl, das vor kurzem auch auf Deutsch erschienen ist. Gestern Abend war ich auf einem Vortrag der Autorin über genau dieses Thema. Er fand im Rahmen des Erotischen Salons in Schöneberg statt und wurde von allerlei interessantem Publikum zahlreich besucht.<span id="more-258"></span></p>
<p>Das Thema interessiert mich schon seit einer Weile, um genau zu sein, seit dem Porn Film Festival 2008, als ich gemeinsam mit Sascha einen Fisting-Workshop besucht habe. Die Workshop-Leiterin war etwa in unserem Alter und konnte ejakulieren, dass einem die Spucke wegblieb. Ich hatte an mir selbst schon zuvor bemerkt, dass ich bei G-Punkt-Stimulation durchaus das dringende Bedürfnis &#8220;zu pinkeln&#8221; verspüre und mich für inkontinent halte, wenn sich doch mal der ein- oder andere Tropfen seinen weg bahnte. Mein Freund versicherte mir aber immer wieder, dass es kein Urin, sondern Ejakulat sei und nachdem ich Wendy beim Workshop so enthusiastisch abspritzen sah, dachte ich mir, dass das ja etwas sein könnte, was man kultivieren kann.</p>
<p>Squirting ist der Fachbegriff, der sich unter Anhängern und Liebhabern der weiblichen Ejakulation durchgesetzt hat und es gibt, man staune nicht schlecht, einige davon. Also machte ich mich gestern Abend auf nach Schöneberg, um mehr darüber zu erfahren. Die Stühle in der Bühne waren bereits belegt, also chillte ich mich in eines der Sofas am Ende des Saals. Um mich herum saß eine Gruppe von Menschen, die vielleicht ein wenigig jünger waren als ich und sichtlich im Thema standen.</p>
<p>Frau Sundahl sprach zuerst darüber, dass Squirting schon in alten Kulturen bekannt und akzeptiert gewesen sei, bspw. in China, Indien Griechenland und Polynesien. Einige Völker glaubten wohl, dass das weibliche Ejakulat sich mit dem männlichen vermischen müßte, damit Nachkommen entstehen könnten. In der Tat, so berichtete Frau Sundahl, schaffe diese Flüssigkeit ein angenehmes und für Spermien optimales Klima in der Vagina. Sie berichtete, dass diese Flüssigkeit auch bei Frauen von der Prostata produziert würde, dass die Existenz einer weiblichen Prostata jedoch nach wie vor medizinisch geleugnet wird. Doch zur Verteidigung der Prostata führte sie die grundlegende Arbeit eines Pathologen an, der sich eingehend mit diesem Organ befaßt hat.</p>
<p>Dieser hat nämlich herausgefunden, dass die weibliche Prostata aus einem ganz speziellen Gewebe besteht, das sich nur dort und nur bei Frauen findet. Die weibliche Prostata ist nur ca. ein Viertel so groß wie die männliche, hat jedoch ca. 48 Drüsen und Kanäle (im Vergleich: die männliche hat zwei). Diese Drüsen produzieren das weibliche Ejakulat, das u.a. auch aus Glukose besteht und eine frisch riechende, klare Flüssigkeit ist. Bis zu einem Liter produziert Frau wohl durchschnittlich in einer &#8220;sex session&#8221; mit mehreren Orgasmen.</p>
<p>Aber wie hängen nun Prostata und Ejakulat mit dem G-Punkt zusammen? Ganz einfach: der G-Punkt, jenes geriffelte Gewebe, das man entlang der Harnröhren-Öffnung bis tief hinein in die Scheide mit dem Finger erfühlen und sogar mit bloßen Auge sehen kann, ist die weibliche Prostata. Wird diese stimuliert, produziert sie Ejakulat und diese Ejakulat vermittelt der Frau das Gefühl &#8220;mal dringend pinkeln zu müssn&#8221;. Viele Frauen rennen deshalb während des Liebesspiels oder direkt danach auf die Toilette. Die meisten Frauen ejakulieren deshalb nicht, weil sie es sich schlichtweg aus lauter Angst, das Laken vollzupinkeln, verkneifen. Auch Männer sollen es schaffen können, eine Ejakulation zu unterdrücken, sprach Frau Sundahl und erntete Applaus von den jungen Menschen neben mir auf dem Sofa.</p>
<p>Überhaupt gab es immer wieder lustige und kompetente Zwischenrufe vom Publikum. Als Frau Sundahl einige Bilder vom G-Punkt zeigen wollte, bat sie bspw. darum, die Vorhänge an den Fenstern zuzuziehen. Wir saßen da und uns kamen die schon echt zugezogen vor, aber Frau Sundahl erklärte, sie wolle nicht riskieren, dass zufällig vorbeikommende Passanten eventuell einen Herzanfall bekämen. Wir konnten sie mit dem Worten &#8220;we are in Berlin&#8221; beruhigen. Schön fand ich auch den Hinweis einen jungen Frau auf der Empore, die meinte, dass es durchaus Frauen gäbe, die gerne hart gefickt werden und dass dieses ganze Gerede um das sensible Geschlecht und die behutsame Heranführung an weibliche Lust das doch gänzlich vergesse. Auch hierfür gab es Beifall.</p>
<p>Ich fand es ein bisschen schade, dass der englische Vortrag ins Deutsche übersetzt wurde. Abgesehen davon, dass es für den einen oder anderen Lacher ob der Wortwahl der Übersetzerin sorgte, war es doch für den Großteil der Anwesenden unnötig gewesen und hat leider auch etwas von der Vortragszeit geraubt, die hätte mit spannenden Infos gefüllt werden können. Im Großen und Ganzen hat mir der Abend jedoch gut gefallen. Ich habe ein bisschen was Neues gelernt, viele eigene Beobachtungen bestätigt bekommen und zwischendurch immer wieder herzlich gelacht. Das hat sich gelohnt.</p>
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		<title>Fragen? Antworten! (von Carmen)</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 08:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carmen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Unabhängig davon, ob sie meine Dienste in Anspruch nehmen möchten oder nicht, interessieren sich viele Menschen für meinen Beruf und haben deshalb nachgefragt. Hier gehe ich auf die häufigsten Fragen ein und beantworte sie. Wenn ihr es noch genauer wissen wollt oder euch eine andere Frage auf der Seele brennt, zeigt keine falsche Scheu und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unabhängig davon, ob sie meine Dienste in Anspruch nehmen möchten oder nicht, interessieren sich viele Menschen für meinen Beruf und haben deshalb nachgefragt. Hier gehe ich auf die häufigsten Fragen ein und beantworte sie. Wenn ihr es noch genauer wissen wollt oder euch eine andere Frage auf der Seele brennt, zeigt keine falsche Scheu<span id="more-274"></span> und schreibt einfach einen (gerne auch anonymen) Kommentar hier rein! Ich rede gerne über meine Arbeit und es ist mir kein bisschen unangenehm.</p>
<h2><a name="top">Index</a></h2>
<p>Hier findet ihr nun eine Liste mit Fragen und wenn ihr auf eine draufklickt, gelangt ihr automatisch zur Antwort. Hinter jeder Antwort gibt es auch einen Link zurück zum Index, das erleichtert die Navigation. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!</p>
<ul>
<li><a href="#01">Was macht eine Hostess?</a></li>
<li><a href="#02">Was ist Escort?</a></li>
<li><a href="#22">Wie läuft ein Escortdate mit dir ab?</a></li>
<li><a href="#03">Wie kann man ein Date mit dir vereinbaren?</a></li>
<li><a href="#04">Wieviel Vorlauf brauchst du für ein Date?</a></li>
<li><a href="#05">Triffst du dich auch in anderen Städten als Berlin zum Date?</a></li>
<li><a href="#06">Was kostet eine Nacht mit dir?</a></li>
<li><a href="#07">Warum bist du so teuer?</a></li>
<li><a href="#08">Was ist das Krasseste, das jemand mit dir tun wollte?</a></li>
<li><a href="#09">Ist dir jemals etwas Peinliches passiert?</a></li>
<li><a href="#10">Warum machst du das?</a></li>
<li><a href="#11">Macht dir das Spaß?</a></li>
<li><a href="#12">Ich möchte auch als Hostess arbeiten. Kannst du mir Tipps geben?</a></li>
<li><a href="#13">Wie funktioniert das mit der Steuer?</a></li>
<li><a href="#14">Wissen deine Freunde und Familie, was du tust?</a></li>
<li><a href="#15">Wie sieht der ideale Gast aus?</a></li>
<li><a href="#16">Würdest du mich auch kostenlos treffen?</a></li>
<li><a href="#17">Bietest du auch Camsex oder Telefonsex an?</a></li>
<li><a href="#18">Was wolltest du schon immer mal mit einem Gast machen?</a></li>
<li><a href="#19">Ich komme nach Berlin, kannst du mir Ausgehtipps geben?</a></li>
<li><a href="#20">Heißt du wirklich Carmen?</a></li>
<li><a href="#21">Darf ich dich mal fotografieren?</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><a name="01">Was macht eine Hostess?</a></b></p>
<p>Hostess bedeutet Gastgeberin. Die Aufgaben einer Gastgeberin liegen darin, Feste zu organisieren und die eingeladenen Gäste zu betreuen. Eine Messehostess betreut bspw. die Besucher eines Messestandes. Eine Hostess im Erotikbereich kümmert sich insbesondere um das leibliche Wohl ihrer Gäste, bis hin zur erotischen Betreuung. Sofern sich keine Agentur oder der Gast selbst darum kümmern, übernimmt sie auch organisatorische Aufgaben, wie die Buchung von Hotelzimmern oder Flügen, die Reservierung von Konzertkarten oder einfach eine Programmgestaltung für das Date. Vermutlich hat man in Zeiten, in denen Prostitution verboten war, eine unverfängliche und diskrete Selbstbezeichnung gesucht, um solchen Tätigkeiten nachgehen zu können und ein wirtschaftliches Interesse daran gehabt, sich vom anders gestalteten Bordellbetrieb nicht nur inhaltlich, sondern auch begrifflich zu unterscheiden. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="02">Was ist Escort?</a></b></p>
<p>Escort bedeutet Begleitung. Begleitservices können z.B. den Schutz von Personen zum Inhalt haben, aber auch Begleitung zum Zwecke der Unterhaltung oder repräsentativen Unterstützung. Im Erotikbereich spielen die letzten beiden eine Rolle. Unterhalten kann sich ein Mensch auf ganz verschiedene Weise, z.B. bei einem feinen Essen, einem Konzertabend, bei einem charmanten oder intelektuellen Gespräch, beim Anblick eines schönen Menschen oder eben bei einem erotischen Intermezzo. Eine gute Escortdame sollte in allen diesen Bereichen souverän sein. Auch repräsentative Dienste werden u.U. bei einem Escortdate gefordert, wenn man z.B. auf Betriebsfeiern oder anderen repräsentativen Veranstaltungen &#8220;die Frau an der Seite&#8221; spielen soll. Letzteres ist mir persönlich weniger angenehm, weil ich keine gute Schauspielerin bin, wenn es ernsthaft um Täuschung geht. Rollenspiele sind ein ganz anderes Thema. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="22">Wie läuft ein Escortdate mit dir ab?</a></b></p>
<p>Das ist durchaus individuell verschieden und bedarf gegenseitiger Absprachen auf Augenhöhe. Gleichbleibend ist der Umstand, dass man mindestens zwei Stunden Zeit miteinander verbringt und dass man diese nicht allein im Bett verbringt. Das ist das Konzept, das Escort von einem Bordellbesuch unterscheidet. Optional, jedoch meist erwünscht, ist es, einen Teil der gemeinsamen Zeit im öffentlichen Raum zu verbringen, z.B. in einem Restaurant, in einem Konzertsaal oder in einer Therme. Der Phantasie sind bei der Ausgestaltung so gut wie keine Grenzen gesetzt. Auch im privaten Raum (meist ein nobleres Hotelzimmer) muß es nicht immer Sex im Bett sein. Ein gemeinsames Bad, ein erotisches Rollenspiel - sehr vieles ist im Rahmen eines Escortdates mit mir denk- und machbar. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="03">Wie kann man ein Date mit dir vereinbaren?</a></b></p>
<p>Das ist relativ unkompliziert, aber nicht gänzlich anspruchslos. Zuerst sollte man sich unter <a href="/de/service.php">Service</a> über meine Konditionen informieren und sich fragen, ob man sich das wirklich leisten möchte. Wenn ja, sollte man sich Gedanken zu einem Termin und Dingen machen, die &#8220;man gerne mit mir machen&#8221; möchte. Dann schreibt man mir eine nette E-Mail (s. <a href="/de/kontakt.php">Kontakt</a>), in der man sich und die eigenen Wünsche kurz vorstellt und mich nach meiner Zeit und meinem Interesse fragt. Sind alle gemeinsamen Pläne durch den Mailwechsel gemeinsam geschmiedet, gibt es noch ein kurzes Telefonat, um das Arrangement verbindlich festzuklopfen. Dann trifft man sich zur verabredeten Zeit am verabredeten Ort und verbringt hoffentlich ein schönes Date miteinander. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="04">Wieviel Vorlauf brauchst du für ein Date?</a></b></p>
<p>Da ich Familie und viele Aufgaben neben dem Beruf habe, kann ich selten sehr spontan sein. Dates am selben Abend sind sehr unwahrscheinlich, insbesondere wenn wir uns noch nicht kennen. Sieben Tage bis zwei Monate Vorlauf liegen in einem sinnvollen Rahmen. So hat man genügend Ruhe, um alles Wichtige ohne Hast und Zeitdruck im Vorfeld zu klären. Doch auch in weiterer Ferne kann es passieren, dass Termine bereits mit anderen Verabredungen oder Verpflichtungen belegt sind. Dann mache ich meist einen Alternativvorschlag. Anfragen kostet nichts. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="05">Triffst du dich auch in anderen Städten als Berlin zum Date?</a></b></p>
<p>Bisher tue ich das nicht, weil es für mich als Führerscheinlose teuer und stressig ist, in andere Städte zu reisen. Ich denke aber schon eine Weile darüber nach, wie sich das trotzdem realisieren ließe. Denn eigentlich interessiere ich mich als echte Berliner Pflanze auch sehr dafür, mal andere Städte zu besuchen. Wenn du großes Interesse daran hast, mich in einer anderen Stadt zu treffen, laß uns das mal auskaspern. Ich denke, wenn ich die Mindestbuchungsdauer erhöhe und du mir eine Reisepauschale zahlst, sollte soetwas sicher machbar sein. Das sollten wir aber alles genau besprechen. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="06">Was kostet eine Nacht mit dir?</a></b></p>
<p>Mehr als 300, weniger als 3000 Euro. Wenn es dich ganz genau interessiert, schau dir unter <a href="/de/service.php">Service</a> doch einfach mal die Konditionen an. Mein Honorar errechnet sich aus der jeweiligen Buchungsdauer und du entscheidest, ob die Nacht zehn, zwölf oder sechzehn Stunden hat. ;) [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="07">Warum bist du so teuer?</a></b></p>
<p>Innerhalb meiner Branche bin ich im Vergleich gar nicht so teuer. Wenn man es mit einem Bordellbesuch vergleicht, schon eher. Aber erst einmal übersteigt die Zeit, die ein Gast mit mir verbringt, die Besuchszeit auf dem Zimmer einer Laufdame deutlich. Und dann habe ich auch Aufgaben zu erfüllen, die über den reinen Geschlechtsakt hinausgehen. Ich muß eine gute intellektuelle Unterhalterin sein, eventuell mit Sachkenntnissen zu verschiedensten Gesprächsthemen glänzen und mich souverän und unauffällig durch den öffentlichen Raum bewegen können. Dass Prostituierte aber generell höhere Stundensätze bekommen als andere ehrliche Arbeiter, ist vermutlich darin begründet, dass Prostitution lange Zeit illegal war, dass Prostitution noch immer nicht in der gesellschaftlichen Mitte angekommen ist und dass Prostituierte deshalb mit Repressionen zu rechnen haben. Sie stehen unter einer besonderen psychischen Belastung und laufen immer Gefahr, sich durch ihre Arbeit gesellschaftlich zu ruinieren. Das ist natürlich besonders heikel für die Damen, die ein intaktes bürgerliches Leben neben der Prostitution führen. Letzten Endes ist mein Preis aber auch Ausdruck dessen, was ich mir als erotische Begleiterin Wert bin, falls man soetwas überhaupt in Geld bemessen kann. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="08">Was ist das Krasseste, das jemand mit dir tun wollte?</a></b></p>
<p>Ich hatte einmal eine Anfrage von einem Wollpulli-Fetischisten, mit dem ich mich gern treffen wollte. Ich finde ausgefallene Fetische sehr spannend. Leider kam es nicht zu dem Date. Die meisten Gäste fragen eher gewöhnliche Dinge an, die ich nicht &#8220;krass&#8221; nennen würde, weil sie sich allgemeiner Beliebtheit erfreuen - Analsex, Französisch 69, Sex zu dritt, Bürooutfits, Strapshalter, etc. Viele sehnen sich einfach nur nach körperlicher Wärme und Nähe und wünschen sich deshalb eher zärtlich liebevollen, als ausgefallenen Sex. Ich finde das sehr menschlich und glaube, dass Sex nichts ist, womit man sich oder der Welt etwas beweisen müßte. Es geht m.E. in erster Linie darum, sich zu entspannen und wer das schafft, wird zunehmend auch Spaß am Experimentieren finden - mit mir oder anderen Partnern. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="09">Ist dir jemals etwas Peinliches passiert?</a></b></p>
<p>Mir sind schon einige peinliche Dinge passiert. Einmal bekam ich in einem sehr feinen Restaurant nicht mit, dass ich nach einem Aperitif gefragt wurde und bestellte völlig unsensibel Rotwein trocken. Ich bemerkte meinen Fehler kurz nachdem die Worte aus meinem Mund gepurzelt waren. Die Kellnerin ließ sich jedoch nichts anmerken und brachte mir meinen Rotwein. Ein anderes Mal hatte ich vor einem Date offenbar nicht genug Sorgfalt bei der Analreinigung walten lassen. Als mein Gast mir den Finger in den Po steckte, lief übelriechender, bräunlicher Matsch aus meinem Hintern. Wir stürzen sofort gemeinsam unter die Dusche und setzten unser Liebesspiel dort fort. Wieder ein anderes Mal begann ich während eines Cunnilingus zu hyperventilieren. Ich hatte soetwas nie zuvor erlebt und war sehr besorgt um meine Gesundheit. Zum Glück war mein Gast Arzt. Er konnte mich beruhigen und fachkundig betreuen, bis es vorbei war. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="10">Warum machst du das?</a></b></p>
<p>Es gibt drei gute Gründe dafür, dass ich als Hostess arbeite. 1.) Ich bin sexuell sehr begehrlich veranlagt. Ich habe gerne sinnen-intensiven Sex mit den Menschen, die mir am Herzen liegen. Dafür sorge ich privat. Aber auch Sex mit Fremden reizt mich ungemein. Diese Fremden sollen natürlich möglichst nett, sympathisch und intellektuell auf meiner Höhe, aber in Bezug auf mein sonstiges Leben nicht weiter vereinnahmend sein. Um das ganz sicher zu stellen, nehmen ich von diesen Menschen Geld für Sex. 2.) Ich verdiene damit gutes, ehrliches und eigenes Geld. Dieses Geld ermöglicht es mir, den Rest meines Lebens so zu leben, wie ich das für richtig und wichtig halte, ohne finanziell von Menschen abhängig zu sein, die ich vielleicht nicht mal leiden kann. 3.) Ich verdiene dieses Geld trotz relativ geringen Zeitaufwandes. So bleibt mir neben der Erwerbstätigkeit noch genügend Zeit für die vielen anderen (brotlosen) Tätigkeiten, die mein Leben erfüllen, z.B. meine ehrenamtliche Arbeit, mein Studium, die Betreuung meiner Familie, künstlerisch-kreative Projekte, Zeit mit Freunden, etc. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="11">Macht dir das Spaß?</a></b></p>
<p>Auf jeden Fall, ja. Es gibt natürlich auch mal Dates, die nicht ganz so toll laufen und Ende 2008 hatte ich einen heftigen Streit mit meiner Agentur, weil die nicht hinter mir Stand, als ich ein sehr langes Date wegen schlechter Chemie abbrechen mußte. Seit ich mich selbstständig gemacht habe, also selbst die Gäste im Vorfeld wählen kann und niemandem Rechenschaft schuldig bin, wenn ich mich gegen ein Date entscheide, läuft es überwiegend positiv und bis sogar famos. Meine Gäste sind alle sehr sympathische Menschen, jeder auf seine eigene Art. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="12">Ich möchte auch als Hostess arbeiten. Kannst du mir Tipps geben?</a></b></p>
<p>Geld allein macht nicht glücklich. Natürlich kann man in der Sexbranche als Frau sehr viel Geld verdienen. Aber ich denke, man sollte in jedem Falle auch mit Spaß bei der Sache sein. Erstens hat das positive Auswirkung auf die Ausstrahlung und zweitens stärkt es Seele und Nerven. Man muß bedenken, dass man sich in eine Außenseiterrolle begibt und sollte sich dessen ganz bewußt sein, dass das auch zu Problemen führen kann. Man sollte schon beim Einstieg dafür sorgen, sich jederzeit spurlos aus dem Job zurückziehen zu können. Man sollte die Zügel immer fest im Griff haben und nichts tun, wobei man sich unwohl fühlt oder unsicher ist, nur weil einen das Geld lockt. Man sollte sich nicht von dem Geld abhängig machen, sondern immer Raum für ein &#8220;Nein&#8221; lassen. Eine seriöse Agentur ist für den Anfang empfehlenswert. Seriös meint insbesondere, dass sie einen nicht schneidet, wenn man ein Date absagt oder sogar abbricht, dass sie einen insbesondere am Anfang in die Gepflogenheiten einführt und &#8220;Händchen hält&#8221;. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="13">Wie funktioniert das mit der Steuer?</a></b></p>
<p>Ich bin kein Steuerberater und kann deshalb nur für meinen Fall sprechen. Als ich mit der Arbeit anfing, meldete ich mich bei meinem Finanzamt ganz normal als freiberufliche Hostess an. Ich führe Buch über meine Einnahmen und Ausgaben und mache am Jahresende eine ganz gewöhnliche Steuererklärung. Rechnungen schreibe ich bisher keine, das käme wohl auch beim Großteil der Gäste nicht so gut an. Mein Finanzamt ist übrigens inzwischen der Meinung, Hostess sei ein gewerblicher Beruf. Mir auch egal, ich liege unter den Freibeträgen für Gewerbe- und Umsatzsteuer und muß mir darüber keine Gedanken machen. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="14">Wissen deine Freunde und Familie, was du tust?</a></b></p>
<p>Ja, bevor ich die Arbeit aufnahm, befragte ich meinen Mann dazu, holte mir den Segen meiner Mutter und meines Bruders. Ich gehe relativ offen und selbstbewußt mit dem Thema um, was für mich die Gefahr eines gesellschaftlichen Ruins mindert. Meine Freunde akzeptieren meine Arbeit. Aber ich trage kein Schild mit mir herum und binde es auch nicht jedem (Un-)Bekannten auf den Bauch. Wer mich danach fragt, bekommt eine ehrliche Antwort. Ich schäme mich nicht und wer damit nicht umgehen kann, kann sich auch Freunde suchen, mit denen er besser klarkommt. Ich habe genügend ehrlichen Rückhalt in der Family, um nicht das Gefühl zu haben, jedem gefallen zu müssen. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="15">Wie sieht der ideale Gast aus?</a></b></p>
<p>&#8216;Den&#8217; idealen Gast gibt es gar nicht, weil ich eben doch die Vielfalt des Fremden mag. Und auch das Aussehen spielt für mich keine sehr große Rolle. Natürlich werde ich gerne vorgewarnt, wenn ein Mensch besonders dick, groß, alt, behaart, etc. ist. Aber das ist für mich kein Kriterium, mich nicht mit ihm zu treffen. Sehr viel bedeutsamer sind für mich intellektuelle und menschliche Werte. Betrachtet mich jemand als gleichberechtigten Partner oder sieht er von oben auf mich herab, erfragt er meine Meinung oder gebietet er über mich, kann er sich ausdrücken, ist er sensibel, ist er begreisterungsfähig, hat er Lebenserfahrung? Ein Mensch, der lachen kann, wenn ich ihn danach fragte, was Schrödinger mit den anderen acht Leben gemacht hat, ist einfach extrem sexy - ganz egal, wie er aussieht. Schön, weil entspannt und auf den Moment fokussiert, ist es auch, wenn jemand nicht deshalb zu mir kommt, weil er im Privatleben verzweifelt nach dem Deckel zum Topf sucht und den nicht findet, wenn jemand in mir nicht Bestätigung, sondern tatsächlich Abwechslung und Unterhaltung sucht. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="16">Würdest du mich auch kostenlos treffen?</a></b></p>
<p>Nein, ich bin Escort und suche auf diesem Wege gewiß nicht nach Langzeitfreundschaften. Ich bin auch privat bereits glücklich vergeben und möchte das mit dem Geschäftlichen nicht vermischen. Als Escort kann ich mir sexuelle Kontakte zu Menschen organisieren, die mich finanziell für meinen Zeitaufwand entschädigen. Davon profitiere ich auf materieller und immaterieller Ebene gleichermaßen. Diese Menschen finde ich nicht weniger nett, sympathisch und interessant als bspw. dich. Aber durch den Handel bin ich ihnen über das Date hinaus zu nichts verpflichtet und das wissen sie auch sehr genau. Das Risiko, emotional dramatische Konsequenzen tragen zu müssen, weil du dir etwas von mir erwartet hast, was ich von vorn herein nicht leisten wollte, kann ich nicht eingehen. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="17">Bietest du auch Camsex oder Telefonsex an?</a></b></p>
<p>Camsex ist nicht Teil meines regulären Angebots. Ich bin ja Escort und kein Camgirl. Allerdings wurde ich in der Erotik-Community <a href="http://www.joyclub.de/my/800841.carmen_berlin.html?UID=800841">Joyclub</a> öfter danach gefragt, habe es ausprobiert und festgestellt, dass es sehr viel Spaß machen kann. Sofern von deinem Ende der Leitung auch ein bisschen Feedback kommt, bin ich gerne bereit, mich auf ein Cyberdate mit dir zu verabreden. Ich kann über MSN, Skype oder den <a href="http://www.joyclub.de/my/800841.carmen_berlin.html?UID=800841">Joyclub</a> mit dir video-chatten. Die Konditionen und Zahlungsmodalitäten kannst du via Mail erfragen, wenn du Interesse hast. Nach wie vor mag ich Sex aber lieber in Anwesenheit realer Menschen. Deshalb sollen solche Cyberdates die Ausnahme bleiben und die Länge von einer Stunde nicht überschreiten. Telefonsex biete ich nicht an. Ich telefoniere überhaupt äußerst ungern, weil ich kein optisches Feedback von meinem Gesprächspartner bekomme. Damit komme ich schlecht klar. Lediglich um ein bereits verabredetes Realdate verbindlich festzuklopfen, greife ich zum Hörer. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="18">Was wolltest du schon immer mal mit einem Gast machen?</a></b></p>
<p>Es gibt einige Orte in Berlin, die ich mir gerne mal ansehen wollte. Außerdem, aber das ist kitschig, träume ich davon, die Kanarischen Inseln mit einem Boot zu besuchen. Ich bin als Kind gesegelt und meine Eltern haben ein Motorboot. Das ist für Berliner ungewöhnlich. Ich habe diese Sehnsucht nach weißen Stränden, Sonne, Palmen und türkis-blauem Meer. Aber vermutlich könnte ich mir nicht einmal eine Woche freinehmen, um einfach wegzufahren und würde schnell meine Familie vermissen. Privat könnte ich mir solche Reisen jedenfalls nicht leisten. In sexueller Hinsicht habe ich natürlich auch Träume, aber die Verwirkliche ich lieber erstmal mit meinem Mann oder meinen Freunden, bevor ich sie mit Gästen ausprobiere. Momentan reizt mich da der Bereich Pornographie. Ich interessiere mich ansonsten auch für Nischenfetische, von denen meine Bekannten leider keine anzubieten haben. Deshalb bin ich eigentlich für jede verrückte Idee auch zu begeistern. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="19">Ich komme nach Berlin, kannst du mir Ausgehtipps geben?</a></b></p>
<p>Ich schreibe bald einen eigenen Blogbeitrag zu dem Thema. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="20">Heißt du wirklich Carmen?</a></b></p>
<p>Carmen ist mein Künstlername. Es ist Latein und heißt &#8220;Lied&#8221;. Dadurch gibt es sowohl einen Bezug zu meinem Interesse an Musik und Gesang, als auch zu meinem expressiven Charakter. Hier und im <a href="http://www.joyclub.de/my/800841.carmen_berlin.html?UID=800841">Joyclub</a> trete nur unter diesem Namen auf. Welchen Namen mir meine Mutter gegeben hat, ist irrelevant und ich werde auch nicht gern hartnäckig danach gefragt. Sollte ich dir meinen bürgerlichen Namen mal bei einer realen Begegnung von mir aus verraten haben, dann kannst du dich stolz als in meinen privaten Freundeskreis aufgenommen betrachten. Dann gelten für uns aber auch die Regeln der Freundschaft und nicht mehr die des Escortangebots. ;) [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
<p><b><a name="21">Darf ich dich mal fotografieren?</a></b></p>
<p>Wenn du grundlegend Ahnung von Fotografie hast, im Besitz einer Foto-Ausrüstung bist, mit der man wenigstens semi-professionell arbeiten kann und ein konkretes Konzept für ein gemeinsames Foto-Shooting mitbringst, dann darfst du mir dein Konzept gerne mal in einer Mail vorstellen. Ich bin kein professionelles Modell und arbeite nur auf TFP/TFCD-Basis mit dir zusammen. Auf einem Modell-Vertrag würde ich nur mit meinem Künstlernamen unterschreiben. Ich mag künstlerische Fotos von edel bis bizarr, gerne auch Akt und Teilakt, aber keine kitschigen mit roten Rosen, wo das Restbild s/w ist oder sowas. Die Chemie zwischen uns sollte stimmen. [<a href="#top">&uarr;top</a>]</p>
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		<title>Internationaler Hurentag am 2. Juni</title>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 11:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sascha</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Am 2. Juni ist es wieder soweit: SexarbeiterInnen und ihre Unterstützer feiern den Internationalen Hurentag und fordern die rechtliche Gleichstellung von Prostitutierten mit anderen Erwerbstätigen. Der Hurentag wurde von verschiedenen Hurenorganisationen ausgerufen und geht auf eine Kirchenbesetzung in Lyon am 2. Juni 1975 zurück. Damals besetzten ca. 150 Prostituierte die Kirche Saint-Nizier in Lyon, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 2. Juni ist es wieder soweit: SexarbeiterInnen und ihre Unterstützer feiern den <a href="http://www.denkmal-aktuell.de/Aktueller-Tag.477.0.html?&amp;cHash=6b3663d154&amp;tx_csrdenkmal_pi1[art]=136&amp;tx_csrdenkmal_pi1[ddc]=21">Internationalen Hurentag </a>und fordern die rechtliche Gleichstellung von Prostitutierten mit anderen Erwerbstätigen. Der Hurentag wurde von verschiedenen Hurenorganisationen ausgerufen und geht auf eine Kirchenbesetzung in Lyon am 2. Juni 1975 zurück. <span id="more-233"></span>Damals besetzten ca. 150 Prostituierte die Kirche Saint-Nizier in Lyon, um auf ihre prekäre Rechtslage aufmerksam zu machen. Zuvor hatte es in mehreren Städten Frankreichs Proteste gegen die zunehmenden Kontrollen und Strafmaßnahmen der französischen Polizei gegen Prostituierte gegeben.  Der Protest weitete sich aus und der Kirchenbesetzung folgte eine Art Hurenstreik in mehreren französischen Städten. Die Huren wollten damit ihrer Forderung nach freier Berufsausübung Nachdruck verleihen. Der Kampf der französischen Prostituierten erregte auch internationales Aufsehen und kann als eine Art Geburtsstunde der Hurenbewegung angesehen werden. Der 2. Juni wurde daher zum Internationalen Hurentag ausgerufen und wird seither alljährlich von verschiedenen Hurenorganisationen (hauptsächlich in Europa) begangen. Rechtlich war der Protest allerdings nicht sehr erfolgreich. Prostitution ist in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution#Frankreich">Frankreich</a> nach wie vor sehr stark reglementiert und seit den 90er Jahren sogar noch verstärkt Repressionen ausgesetzt.</p>
<p>In Berlin feiert die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hydra_(Verein)">Hurenorganisation Hydra e.V.</a> den 2. Juni dieses Jahr mit einer Szenischen Lesung aus dem Buch <a href="http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-936252-17-0">&#8220;Sexarbeit - eine Welt für sich&#8221;</a>, in dem verschiedene Stimmen aus dem Sexgewerbe zu Wort kommen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!</p>
<p>Die Lesung findet - passend zum Ursprung des Gedenktages - in der Zwölf-Apostel-Kirche an der Kurfürstenstraße statt:</p>
<p>2. Juni 2009, 20 Uhr, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin  (U-Bahn Kurfürstenstraße)</p>
<p>Weitere Informationen finden sich auf der <a href="http://www.hydra-ev.org/master/start.html">Hydra-Homepage</a> unter &#8220;Wissenswertes&#8221; \ &#8220;Aktuelles&#8221;</p>
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		<title>Vom Bordell in den Escortservice</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 20:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sascha</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Nachdem Carmen mich so freundlich eingeführt hat – vielen lieben Dank an sie dafür! -, möchte ich mich jetzt auch selbst mal ein wenig vorstellen.
Im Gegensatz zu Carmen ist die Escorttätigkeit für mich eine neue Erfahrung. Dafür habe ich aber bereits  in einem anderen Bereich der Prostitution gearbeitet, nämlich im Bordell. Seit einigen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="western">Nachdem Carmen mich so freundlich eingeführt hat – vielen lieben Dank an sie dafür! -, möchte ich mich jetzt auch selbst mal ein wenig vorstellen.</p>
<p class="western"><span style="background: transparent none repeat scroll 0% 0%;">Im Gegensatz zu Carmen</span> ist die Escorttätigkeit für mich eine neue Erfahrung. Dafür habe ich aber bereits  in einem anderen Bereich der Prostitution gearbeitet, nämlich im Bordell.<span id="more-202"></span> Seit einigen Jahren verbringe ich einen Teil der freien Zeit, die mein Studium in Berlin mir lässt, in dem schönen kotelettförmigen Land jenseits der Alpen, wo die Menschen diesen putzigen Dialekt sprechen, um dort in einem kleinen aber feinen Haus meine Studienfinanzierung zu verdienen. Damit das Ganze nicht zu anstrengend wird und ich mein Studium nicht vernachlässigen muss, fahre ich nur ein paar Mal im Jahr dort hin, um mich dann eine Woche lang in einer Art lotophagischem Schlaraffenland zu befinden, das nur aus Sex-Essen-Schlafen-Sex-Essen-Schlafen-Sex besteht.</p>
<p class="western">Ich schätze an diesem Job sehr, dass ich durch ihn mit ganz unterschiedlichen Menschen in intimen Kontakt komme und sie auf diese Weise von einer Seite kennenlerne, die normalerweise nicht so <span style="background: transparent none repeat scroll 0% 0%;">offen</span> zutage liegt. Dab<span style="background: transparent none repeat scroll 0% 0%;">ei stellen sich die</span> eigenen Vorurteile oft als falsch heraus. Es<span style="background: transparent none repeat scroll 0% 0%;"> kam zum Beispiel des öfteren vor, da</span>ss ich mit Männern, die ich auf den ersten Eindruck nicht <span style="background: transparent none repeat scroll 0% 0%;">sonderlich</span> sympathisch oder attraktiv fand, wirklich guten Sex hatte, oder dass sich sympathisch wirkende Männer als arrogant und unfreundlich herausstellten. Aber natürlich gibt es immer auch den umgekehrten Fall.</p>
<p class="western">Und auch von meinen immer wieder wechselnden internationalen Kolleginnen habe ich im Laufe der Zeit viele interessante Dinge gelernt. Es ist faszinierend zu sehen, wie vielfältig die Geschichten sind, die Frauen zur Sexarbeit gebracht haben und wie sich die Motivationen und Einstellungen zu diesem Job unterscheiden. Das hat auch dazu beigetragen, dass ich mit Selbstbewusstsein dazu stehe, in der Sexarbeit tätig zu sein. Schließlich kann es für uns Prostituierte nur von Vorteil sein, Ressentiments, Tabus und moralische Vorbehalte gegenüber unserer Arbeit abzubauen. Und das geht immer noch am besten, wenn man die Öffentlichkeit darüber aufklärt, was es heißt, Sexarbeiterin oder Prostituierte zu sein.</p>
<p class="western">Da aber die Schweiz weit weg ist und ich auch während meiner Zeit in Berlin ab und zu Lust und Zeit für erotische Abenteuer habe – und natürlich, weil ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen will, mit einer so tollen Frau und guten Freundin wie Carmen zusammenzuarbeiten –, habe ich mich <span style="background: transparent none repeat scroll 0% 0%;">jetzt</span> dazu entschieden, in die Welt des Escorts hineinzuschnuppern und bin gespannt, was es dort alles zu entdecken gibt. Schließlich ist es doch ein Unterschied, ob man <span style="background: transparent none repeat scroll 0% 0%;">zwanzig Minuten oder vier</span> Stunden mit jemandem verbringt und ob man sich in einem Hotel, einem Club oder einem Bordellzimmer vergnügt&#8230;</p>
<p class="western">In diesem Sinne: Ich freue mich auf neue Erfahrungen und Abenteuer!</p>
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